Ostereier suchen im Schnee

Ostfriesland vom 27.03.2013 - 05.04.2013

1. Tag

Am 27.03. ging unsere Reise los. Ziel sollte dieses Mal Nordfriesland sein. Leider hatten wir nur knapp 10 Tage Zeit und entschieden deshalb, nicht so weit zu fahren. Außerdem war das Wetter überall in Deutschland, Österreich und auch Italien nicht so doll. Der Winter wollte einfach nicht gehen....

Wir fuhren bereits Mittwoch Nachmittag los, da wir auf keinen Fall in den Osterverkehr kommen wollten. Außerdem glaubten wir, dass wir auf dem Stellplatz in Norden-Norddeich Mittwoch ja in jedem Fall noch einen Platz bekommen würden. Dies stellte sich allerdings als Irrtum heraus. 

Nach einer ruhigen Fahrt bei schönstem Sonnenschein kamen wir gegen 19.00 Uhr in Norden-Norddeich an. Der Stellplatz am Schwimmbad war allerdings so voll, dass wir keine Chance hatten, noch einen Platz für unser Mobil zu finden. Die Womis standen dicht an dicht. Einfach schrecklich! Wir fuhren weiter nach Greetsiel. Auf dem dortigen, wirklich sehr guten, Stellplatz fanden wir ohne Probleme noch einen Platz. Für 11,-- Euro steht man dort wirklich gut. Es ist nicht weit bis zum Hafen und die morgendlichen Brötchen kauft man gleich im Mühlenladen bei den Zwillingsmühlen. 

2. Tag

Heute ist Helmut´s 56. Geburtstag. Wir wollten uns einfach einen sehr schönen Tag machen, den wir mit einem leckeren Geburtstagsfrühstück starteten. Nach dem Frühstück machten wir uns dann gleich auf den Weg und bummelten durch die vielen kleinen Geschäfte von Greetsiel. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Zwischendurch stärkten wir uns dann mit einem leckeren Fischbrötchen in der Fischergenossenschaft.

Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite. Ab und zu kam sogar die Sonne raus, wenngleich es trotzdem saukalt war.

Am Ende unseres Bummels wärmten wir uns dann im Mühlencaffee auf. Es gab leckeren Kuchen, Kaffee und friesischen Tee.

Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Norden-Norddeich. Auf dem dortigen Campingplatz Nordsee-Camping hatten wir kurzerhand morgens einen Platz reserviert, da wir auf dem Stellplatz ja keinen Platz mehr gefunden hatten. Außerdem steht man auf diesem Stellplatz so eng, dass man überhaupt keine Privatsphäre hat. Auf dem Campingplatz ist das natürlich anders. Unser Stellplatz war wirklich schön groß und wären die Wasserhähne nicht noch geschlossen gewesen, hätten wir volle Versorgung am Platz gehabt. Der Campingplatz hat fünf Sterne, so dass man wirklich auf nichts verzichten muss.

Nach dem wir uns eingerichtet hatten, machten wir erstmal einen langen Spaziergang am Watt. Plötzlich setzte Schneefall ein. Uns machte das nichts aus, wir waren ja warm eingepackt.

Unser Abendessen nahmen wir im Restaurant am Platz ein. Dort wurde ein leckeres Schnitzelbufett angeboten. 

Nach dem Essen bekam Helmut noch sehr viele Geburtstagsanrufe. 

3. Tag

Der Campingplatz füllte sich nach und nach mit Gästen, die alle wohl wegen des großen Osterfeuers gekommen waren und ein paar schöne Tage an der Nordsee verbringen wollten. 

Am Samstag Vormittag war das Wetter zuerst recht schön, so dass wir uns unsere Fahrräder schnappten und eine kleine Rundfahrt durch Norden-Norddeich machten. Trotz des teilweise sehr starken Gegenwindes machte das Fahrradfahren auf den guten Radwegen viel Spass.

Das Wetter wurde immer besser und am Nachmittag kam dann auch die Sonne raus. 

Zurück auf unserem Campingplatz waren wir sehr erstaunt, dass gegen 17.00 Uhr das Osterfeuer schon fast abgebrannt war. Hier wird offenbar das Osterfeuer schon am Tag angezündet. 

Also nichts wie hin ..... Wir genehmigten uns eine Bratwurst vom Grill - auf ein kaltes Bier verzichteten wir allerdings, da uns aufgrund der Temperatur ein Glühwein lieber gewesen wäre.

Osterfeuer auf dem Campingplatz Norden-Norddeich

4. Tag

Gleich nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Fahrrad zur Seehundaufzuchtstation. Wir beobachteten in Ruhe die Spiele der kleinen Seehunde und Kegelrobben. Die Ausstellung in der Seehundaufzuchtstation ist wirklich interessannt und kurzweilig. Das Wetter war schön, die niedlichen Tiere genossen ihr Bad in der Sonne und auch im Schwimmbecken.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Bummeln und Fahrradfahren. Auch wir genossen die Sonne, die zumindest im Windschatten schon etwas Wärme spüren ließ. 

Am frühen Abend waren wir dann doch froh, wieder auf dem Campingplatz zu sein, weil gerade gegen den Wind das Fahrradfahren doch recht anstrengend und vor allem kalt war.

Stellplatz in Harlesiel

5. Tag

Nach dem Frühstück machten wir alles für die Weiterfahrt fertig. Wollten wir doch noch die vielen kleinen Orte entlang der Küste in Richtung Norden besuchen.

Nach kurzer Fahrt landeten wir auf dem Stellplatz Harlesiel, der wirklich sehr schön gelegen ist. 

Aufgrund der Kälte war die Ver- und Entsorgung noch nicht in Betrieb, was uns allerdings nicht störte. Der Stellplatz ist sehr modern, liegt in bester Lage direkt hinter den Dünen.

Wieder erkundeten wir die Umgebung mit den Fahrrädern. In direkter Nähe liegt der Ort Carolinensiel, der ein paar nette Lokale und Souveniershops hat. Wir bummelten, genehmigten uns unser beliebtes Fischbrötchen und genossen das schöne Wetter

6. Tag

Nach dem Frühstück besuchten wir den malerischen Wochenmarkt in Carolinensiel, der am historischen Hafen immer am Dienstag stattfindet. Bei dem schönen Wetter war es ein Vergnügen, dem bunten Markttreiben zuzuschauen. Wir kauften einige Leckereien und fuhren dann zurück zu unserem Stellplatz. Allerdings nicht, ohne uns vorher noch ein leckeres Fischbrötchen zu gönnen.

Wir beschlossen, gegen Mittag weiterzufahren. Schnell war alles eingepackt und wir fuhren bei schönstem Wetter weiter nach Hooksiel. Auf dem dortigen sehr schönen Reisemobilstellplatz waren noch viele Pätze frei, so dass wir ein Plätzchen in erster Reihe fanden.

Im Windschatten war es schon so warm, dass wir beschlossen, draußen Kaffee zu trinken. Also schnell die Stühle aufgebaut und Kaffee gekocht. Solange man im Windschatten saß, war alles gut. Sobald man aber den kalten Wind der Nordsee abbekam, war es saukalt.

Aber egal, wenigstens einmal wollten wir in diesem Urlaub draußen sitzen und Kaffee trinken. 

Nachdem der leckere Kuchen vertilgt war, gingen wir dann aber doch schnell wieder rein, weil es sehr kalt wurde. Wir sichteten Fotos und vertrieben uns die Zeit mit Lesen und Fernsehen.

7. Tag

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Bremerhaven. Wir ließen uns Zeit, so dass wir erst am Nachmittag in Bremerhaven eintrafen. Auf dem dortigen Stellplatz -An der Doppelschleuse- fanden wir einen Platz und richteten uns erstmal ein. Leider konnten wir keine Brötchen mehr bestellen, da der Platzwart nicht mehr dort war. Erst am nächsten Morgen erfuhren wir dann, dass man die Brötchen auch telefonisch bestellen hätte können. Leider war darauf aber nirgends ein Hinweis auf dem Stellplatz vorhanden.

Wir machten noch einen kleinen Ausflug ins Centrum von Bremerhaven. Mit dem Fahrrad erreicht man das Einkaufscentrum -Mediteraneo- sehr schnell. Wir bummelten noch etwas und gingen dann Abendessen.

Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Lesen und Fernsehen.

 

8. Tag

Heute wollen wir das Klimahaus und das Deutsche Auswandererhaus besuchen. Nach dem Frühstück machen wir uns gleich auf dem Weg. Leider gibt es am Eingang des Klimahauses heute lange Schlangen. Offenbar hatten mehrere Schulklassen beschlossen,  einen Ausflug dorthin zu machen.

Das war uns eindeutig zu voll und zu unruhig. So beschlossen wir, erstmal in´s Deutsche Auswandererhaus zu gehen.

Dieses Museum kann man wirklich nur empfehlen. Es ist äußerst interessant. Die einzelnen Auswanderschritte werden anschaulich erklärt. Über zwei Stunden schlenderten wir durch das Auswandererhaus und erlebten daurch hautnah eine Auswanderung in die USA mit.

Die Auswanderer haben damals wirklich viele Strapazen erduldet, um in´s gelobte Amerika zu kommen. Wenn man sich die Unterkünfte auf den alten Schiffen anschaut, in denen die Passagiere der 3. Klasse eingepfercht waren, möchte man aus heutiger Sicht nicht tauschen wollen. Einfach gruselig.....

 

Nach dem langen Besuch des Auswandererhauses wollten wir uns erst einmal irgendwo hinsetzen. Wir beschlossen auf der Piazza des Einkaufszentrums Mediteraneo Mittag zu essen. Die vielen Eindrücke aus dem Auswandererhaus wirkten noch lange nach.

Man sitzt dort auf der Piazza wie in Italien und wir ließen uns erstmal eine Pizza schmecken. So ein wunderschönes Einkaufszentrum haben wir lange nicht gesehen;  ein Besuch lohnt sich wirklich.

Nach dem Essen beschlossen wir, den Besuch im Klimahaus doch nochmals zu verschieben. Es war immer noch sehr voll und für uns war es eindeutig zu viel Trubel.

Also fuhren wir zurück zum Stellplatz, packten alles zusammen und fuhren weiter nach Cuxhaven. Dort fanden wir wieder einen schönen Platz auf dem Stellplatz in Duhnen. Wir machten noch einen ausgiebigen Bummel durch die Einkaufsstraße, da wir noch ein kleines Schmuckstück für den Geburtstag unsere Schwiegertochter kaufen wollten. Natürlich genossen wir davor aber erstmal einen Spaziergang entlang der Promenade. Der Strand war noch leer und auch im Watt war niemand zu entdecken. Warscheinlich war es zu kalt. Der Wind war wirklich frostig.

Unser Abendessen nahmen wir im Mobil ein. Wir bereiteten alles für die morgige Abfahrt vor, da wir rechtzeitig wieder los wollten. Zuhause wartete schließlich unser kleiner Moritz den wir immer schrecklich vermissen.

 

9. Tag

Gleich nach dem Frühstück fuhren wir über die B 73 nach Hause. Die Strecke war sehr voll, so dass wir fast 3,5 Stunden brauchten.

 

Fazit:

Es war wieder eine sehr schöne Reise, wenn sie auch kurz war. Die ostfriesische Nordseeküste hat sicherlich ihren Reiz. Wenn man jedoch auf Strandleben steht, ist man dort sicherlich falsch. Sandstrände gibt es in dem Bereich nicht so wirklich.

Ideal ist es aber zum Spazierengehen, Radfahren und Relaxen.

Dieser Kurzurlaub hat uns gut getan. Wir konnten uns von dem stressigen Altag etwas erholen.

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