Oberitalienische Seen mit dem eigenen Womo im September 2009

1. Tag

Endlich ist es soweit. Unser langersehnter Urlaub mit unserem eigenen Womo soll losgehen. Es war ein ganz besonderes Gefühl, nun mit dem eigenen Fahrzeug loszufahren. Im Laufe der letzten Monate hatten wir uns noch fehlendes Zubehör gekauft, so dass wir jetzt gut ausgerüstet starten konnten. Wir verabschieden uns von unserem kleinen Moritz, der ja zu Hause bleiben muß und fahren gegen 18.00 Uhr los. Es geht auf der A7 Richtung Süden. Unser erster Übernachtungsplatz sollte Bad Lauterbach sein, den wir nach ca. 430 KM erreichten. Da es nun doch schon recht spät war, krabbelten wir ins Bett schliefen schnell ein. 

 

2. Tag
Nach einem guten Frühstück im Frühstücksbistro des dortigen Supermarktes setzten wir unsere Reise fort. Da wir die Autobahn meiden wollten, fuhren wir auf Landstraßen weiter in Richtung Süden. Die zweite Nacht verbrachten wir auf dem Stellplatz in Rottweil neben dem Erlebnisbad Aquasol. Rottweil ist eine Kleinstadt, in der wir allerdings Schwierigkeiten hatten, ein gutes Restaurant zu finden. Nach einem unendlich langen Fußmarsch durch die Innenstadt entschieden wir uns für einen Italiener nahe dem Aquasol. Hier aßen wir die schlechteste Pizza unseres Lebens. Sie war eklig! Nach dem Essen gingen wir schnell zu unserem Womo. Nach einem Schlummertrunk gingen wir bald zu Bett. Es war ein anstrengender Tag.

 

3. Tag

Nach dem Frühstück steht ein Besuch des Aquasols auf dem Programm. Es ist ein wirklich schönes Bad und wir genießen die verschiedenen Schwimmbecken mit unterschiedlichen Wassertemperaturen. Nach dem Schwimmen ist es Zeit für einen kleinen Imbiss. Frisch gestärkt und blitzsauber geht unsere Reise weiter. Leider ist der Himmel grau, es regnet aber noch nicht. Schnell erreichen wir die Grenze der Schweiz und fahren weiter bis zum Vierwaldstättersee. Dort finden wir einen kleinen Campingplatz am See. Leider ist der Ort nicht besonders schön, so dass ein Spaziergang nicht lohnt. Alles sieht ein bißchen nach Plattenbau Ost aus! Wir machen uns ein leckeres Abendessen und genießen einen schönen Abend.

4. Tag

Am nächsten Morgen setzen wir unsere Reise nach dem Frühstück fort. Wir möchten heute den Lago Maggiore erreichen. Leider regnet es. Die Wolken hängen so tief, dass man die Berggipfel nicht sehen kann. Schade, wir hatten uns die Fahrt durch die Schweiz so schön vorgestellt. Erst gegen Mittag reißt der Himmel etwas auf und die Sonne kommt zeitweise zum Vorschein.

Am Nachmittag kommen wir am Lago Maggiore an. Wir finden in Cannobio einen recht schönen Campingplatz - direkt am See. Cannobio hat eine wunderschöne Seepromenade mit unzähligen Restaurants, Eisdielen und Geschäften. Wir finden ein schönes Restaurant an der Seepromenade und essen eine leckere Pizza. Leider fängt es zwischendurch immer mal wieder leicht an zu regnen. Sogar während des Essens kommen ein paar Tropfen herunter, so dass wir froh sind, unter der großen Markise des Restaurants zu sitzen. Nach dem Essen schlendern wir langsam zum Campingplatz zurück. Es ist wieder trocken. Wir setzen uns noch ein Weilchen nach draußen und genehmigen uns einen Capuccino.

5. Tag

Am nächsten Morgen strahlt die Sonne vom Himmel. Allerdings ist es sehr windig. Es sind unzählige Surfer auf dem See, die die streife Briese nutzen wollen. Wieder machen wir einen ausgedehnten Spaziergang in den Ort. Helmut macht unzählige Fotos, während ich die Videocamera bediene. Wir schlendern durch enge Gassen und schauen uns die Kirchen von Cannobio an. Wir erstehen noch einige Leckereien in einem kleinen Laden und machen uns wieder auf dem Weg zu unserem Womo. Zwischenzeitlich hatte der Himmel sich bezogen. Hoffentlich bleibt es trocken. Tatsächlich konnten wir unser Abendessen noch draußen einnehmen. Allerdings frischte der Wind immer mehr auf. Gegen Abend verdunkelte sich der Himmel dann doch bedrohlich. Kurze Zeit später gibt es ein heftiges Gewitter. Es regnete dann auch die ganze Nacht.


6. Tag

Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren weiter. Unser Ziel ist der Iseo See in der Nähe von Bergamo. Auch auf der Fahrt dorthin regnet es immer wieder und unsere Hoffnung, dass es am Iseo See trocken ist, schwindet. In Höhe Mailand ist der Regen so stark, dass wir überlegen rechts ran zu fahren, da das Wasser auf der Autobahn steht. Schade, so hatten wir uns unseren Italienurlaub nicht vorgestellt. Aber es nützt ja nichts, die Fahrt geht weiter. Und dann reißt der Himmel doch noch auf und wir kommen bei strahlenden Sonnenschein auf dem Campingplatz "Camping Iseo" an. Der Platz ist äußerst gepflegt, die Sanitäranlagen sind wirklich sehr gut. Alles ist äußerst geschmackvoll hergerichtet. Der Campingplatzbesitzer ist super nett und ist uns behilflich, auf dem teilweise abfallenden Gelände unser Wohnmobil gerade hinzustellen. Unsere eigenen Auffahrkeile reichen hier nicht aus und so hilft der Campingplatzbesitzer mit weiteren Unterlegkeilen aus. Abends erkunden wir dann in einem ausgedehnten Spaziergang den Ort Iseo. In einem Restaurant lassen wir uns dann wieder mal eine Pizza schmecken.


7.Tag

Leider hat es nachts wieder angefangen, zu regnen. Der Regen war so stark, dass der Boden sich in einen schlammigen Untergrund verwandelte. Unser Vorzeltteppich war mit der rötlichen Erde des Campingplatzes total eingesaut. Wir versuchten, das Beste draus zu machen. Zwischen zwei Regengüssen kamen wir mit unseren Nachbarn aus Berlin ins Gespräch. Lara und Mario waren zusammen mit Ihren beiden Hunden auf der Rückreise von Sardinien und waren über das schlechte Wetter natürlich genauso sauer wie wir.

Gegen nachmittag schlugen die Beiden vor, mit dem Auto in das nächstgelegene Einkaufscentrum zu fahren. Wir nahmen das Angebot dankend an und so wurde es dann doch ein vergnüglicher Nachmittag. Wir beschlossen, das Abendessen gemeinsam einzunehmen. Es sollte Pasta mit Salsicia, einer italienische Bratwurst geben.

Der Iseo See

8. Tag

Gegen 9.00 Uhr werden wir wach, da wir dicht an unserem Womo Stimmen hören. Das konnte nur der Kumpel unserer Bekannten Birgit und Frank aus der Pfalz sein. Der sollte ja heute Morgen ankommen. Birgit und Frank hatten ihm gesagt, er solle sein Zelt hinter dem Wohnmobil der Hamburger aufstellen. Sie selbst wollten ja erst gegen Nachmittag ankommen.

Michael, ist ein super netter junger Mann, den wir dann auch gleich zum Frühstück einladen. Zusammen mit den Berlinern sind wir eine fröhliche Runde. Michael ist ebenfalls ein Hundeliebhaber, weshalb er sich auch gleich mit den beiden Aussies der Berliner anfreundet. Am Nachmittag kommen dann Birgit und Frank an. Die Männer machen sich gleich daran, Franks Schlauchboot aufzupumpen. Zu viert stechen die Männer dann in See, um uns unser Abendessen zu fangen. Es sieht schon etwas lustig aus, wie die vier großen Männer in dem doch recht kleinen Schlauchbott Platz finden. Aber Hauptsache sie haben Spaß. Den haben sie dann auch, obwohl kein Fisch anbeißt. Also werden abends die Vorräte gesichtet. Was fehlt, wird kurzerhand eingekauft und so gibt es eine gute Portion Nudeln mit Hackfleischsoße für alle. Wir haben viel Spaß und sitzen noch sehr lange draußen, obwohl es doch recht kühl wird.

9. Tag

Wieder starten wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück für alle. Nach dem Abwasch geht dann aber jeder seine eigenen Wege. Wir machen einen Spaziergang in die Altstadt und genießen das italienische Flair. Nachmittags fahren die Männer nochmal mit dem Boot raus, aber wieder will kein Fisch anbeißen. Das Wetter ist herrlich und ich schwimme etwas im See. Es ist sehr erfrischend. Abends gehen wir dann alle gemeinsam Essen. Es wird wieder ein vergnüglicher Abend. 



10. Tag
Nach dem gemeinsamen Frühstück beschließe ich, wieder schwimmen zu gehen. Helmut kann sich nicht entschließen, ins Waser zu gehen, da es ihm zu kalt ist.

Die anderen machen mit den Hunden eine Wanderung, so dass jeder für sich den Tag genießt. Am Nachmittag gehen wir gemeinsam einkaufen. Den Abschiedsabend wollen wir uns besonders schön machen. Wir wollen grillen und uns eine Sangria selbst zubereiten. Alle helfen bei den Vorbereitungen und so lassen wir uns dann 10 Liter Sangria, italienische Bratwurst, Grillfleisch und frischen Salat schmecken. Leider hat sich das Wetter verschlechtert, so dass es etwas windig und kühler geworden ist. Mit Hilfe der Sangria wird uns aber schnell warm.....

11. Tag

Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück packen alle zusammen. Birgit, Frank und Michael fahren zusammen nach Hause in die Pfalz und die Berliner müssen sich auch auf den Weg nach Hause machen. Wir haben noch ein paar Tage, weshalb wir uns heute auf den Weg an den Gardasee machen.

Nachdem wir uns von allen verabschiedet haben, geht es los. Wir fahren über kleinste Bergstraßen über Collio und Bagolino, vorbei am Idrosee, durch das Val di Ledro in Richtung Gardasee.

Leider ist das Wetter am Gardasee nicht ganz so schön. Über dem See liegen dunkle Wolken. Aber wir hoffen, dass sich das Wetter wieder verbessert und setzen unsere Fahrt fort. Wie üblich, herrscht in Riva und Torbole reges Treiben. Es ist nicht daran zu denken, dort mit dem Womo einen Parkplatz am See zu finden. Trotz der dunklen Wolken sind unzählige Surfer auf dem See und kämpfen mit dem Wind, der hier am Nachmittag häufig weht.
Wir fahren auf der Via Gardesana entlang des Sees. In Malcesine legen wir einen Tankstopp ein und fahren dann weiter bis nach Garda. Hier wollen wir eine Nacht auf dem Stellplatz im Centrum bleiben. Obwohl die Saison immer noch anhält, sind nur wenige Womo`s dort und wir können uns einen schönen Platz auf dem großen Parkplatz suchen. Ver- und Entsorgung gibt es hier nicht. Auch Strom ist nicht vorhanden. Die Nähe zur Altstadt und Promenade machen diesen Platz aber trotzdem sehr attraktiv. Nachdem wir einen guten Platz gefunden haben machen wir uns dann auch gleich auf den Weg in die Altstadt. Das Wetter hat sich wieder berappelt und es ist herrlich warm. Wir bummeln durch die schmalen Gassen, genießen die Atmosphäre bei einem leckeren Cocktail am See und überlegen uns, wo wir unser Abendessen einnehmen werden. Unsere Wahl fällt auf den "Frosch" - ein gutes und einigermaßen preiswertes Restaurant an der Promenade. Nach dem Abendessen bummeln wir weiter durch die kleinen Gassen. Leider zieht ein Gewitter auf und wir machen uns auf den Weg zum Womo. In der Ferne hören wir dann das Gewitter, in Garda selbst kommen aber nur ein paar Regentropfen runter.

Der Womo-Stellplatz in Garda
Der Hafen von Torri del Benaco

Nach dem langen Tag sind wir recht müde. Leider befindet sich neben dem Stellplatz ein Hotel, in dem ein Alleinunterhalter Schlager zum Besten gibt. Gegen 24.00 Uhr ist dann aber endlich Ruhe und wir können einschlafen.

 

 

 

12. Tag - 14.Tag

Gegen 8.00 Uhr wachen wir auf. Es ist herrliches Wetter und wir starten den Tag natürlich wieder mit einem leckeren Frühstück. Helmut holt Brötchen und ich decke den Tisch. Gegen 10.00 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle, die sich gleich neben dem Stellplatz befindet. Wir wollen den Bus ins benachbarte Torri del Benaco nehmen, da dort heute Wochenmarkt ist. Der Bus kommt pünklich und nach nur 10 Minuten steigen wir in Torri wieder aus. Bei herrlichem Wetter bummeln wir den ganzen Vormittag über den Markt, trinken in einem der kleinen Cafe`s einen Capuccino und Helmut macht natürlich wieder eine Menge Fotos von diesem, unserer Meinung nach, schönsten Ort des Gardasees.

Am frühen Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg zurück nach Garda. Der Bus ist jetzt sehr voll, da um diese Uhrzeit sehr viele Schulkinder im Bus sind. Aber es sind ja nur wenige Stationen und wir können wieder aussteigen.

Am Womo angekommen, bereiten wir uns einen kleinen Snack zu und machen uns danach auf den Weg in Richtung Lazise. Dort wollen wir auf einen Campingplatz gehen. In Lazise finden wir dann einen tollen Campingplatz - Camping Spazzia Doro - direkt am See. Der Platz hat neben einem schönen Strand auch eine sehr schöne Poollandschaft. Die Plätze sind terrassenartig angelegt, so dass man auf den oberen Plätzen besser aufgehoben ist, wenn man die Poollandschaft nutzen will. Wer lieber im See schwimmen will, sollte sich einen Platz weiter unten suchen, damit einem der etwas beschwerliche Rückweg erspart bleibt.
Wir entscheiden uns für einen Platz in der Nähe des Pools. Die Sanitärhäuser sind sauber und die Duschen sind heiß. Der große Pool allerdings ist nicht beheizt und so ist das Wasser sehr erfrischend. Wenn man aber erstmal drinnen ist, ist es herrlich.
Wir beschließen, einige Tage zu bleiben und verbringen unsere Tage mit Faulenzen, lesen und schwimmen. Abends bleiben wir entweder am Womo und kochen etwas leckeres oder wir gehen in Lazise essen. Lazise hat eine sehr schöne Altstadt mit engen Gassen, unzähligen Bars und Restaurants, Boutiquen und Souvenierläden. Lange Weile kommt hier nicht auf.


15. Tag

Das Ende des Urlaubs naht. Wir müssen uns langsam auf den Weg nach Hause machen. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Unseren ersten Stopp machen wir aber bereits wieder in Bardolino. Dort wollen wir im Olivenölmuseum noch ein paar Leckereien kaufen. Es gibt dort neben bestem Olivenöl wunderbare Balsamicos und Weine. Leider gibt es nur einen sehr kleinen Parkplatz, so dass Helmut mit dem Womo im Parkverbot stehenbleiben muss. Voll beladen mit meinen Schätzen bin ich aber bald zurück und die Fahrt kann weitergehen. Das Wetter ist herrlich und der Abschied fällt uns sehr schwer. Der See glitzert in der Sonne und ich bekomme Lust, nochmals im See zu schwimmen. Kurzerhand steuert Helmut kurz vor Malcesine einen freien Parkplatz direkt am See an und ich begebe mich nochmals in die erfrischenden Fluten.

Nach dem Bad geht es dann gleich weiter. Unser heutiges Ziel soll Trento sein. Hier wollen wir einen Stadtbummel machen. Als wir auf dem Stellplatz ankommen, sind wir etwas enttäuscht. Es handelt sich um einen normalen Parkplatz, der direkt an der großen Hauptstraße liegt. Wir können uns nicht vorstellen, hier die Nacht zu verbringen. Trotzdem stellen wir unser Womo erstmal dort ab und machen uns auf den Weg ins Centrum. Die Altstadt mit der Piazza ist wirklich schön und sehenswert. Wir bummeln durch die herrlichen Gassen und genießen ein leckeres Eis.

Dann machen wir uns aber doch wieder auf den Weg zu unserem Womo. Wir wollen uns noch einen geeigneten Platz zum Übernachten suchen. Wir fahren weiter in Richtung Caldonazzo. Die Campingplätze am See haben leider alle bereits geschlossen. Trotzdem finden wir ein ruhiges Platzchen direkt am See, wo wir die Nacht verbringen.

Die Piazza von Trento

16. Tag

Am nächsten Morgen machen wir uns früh auf den Weg. Wir finden einen Bäcker, wo wir leckere Brötchen erstehen und suchen uns ein schönes Frühstücksplätzchen am See. Gleich nach dem Frühstück setzen wir unsere Fahrt aber fort in Richtung Rolle Pass.

Leider ist das Wetter wieder schlechter geworden. Je weiter wir in Richtung Nordosten fahren, um so tiefer hängen die Wolcken. Wir fahren die SS 47 bis kurz vor Enego, dort wechseln wir auf die SS 50 in Richtung Rolle Pass. Das Wetter wird immer schlechter, so dass wir die herrliche Bergwelt nur in dicken Wolcken sehen. Trotzdem sind wir von den Dolomiten wieder einmal begeistert. Vom Rolle Pass aus fahren wir weiter in Richtung Gröden.

Dort machen wir natürlich wieder beim "Chalet Gerard", am Fuße des Grödner Jochs, halt. Das Wetter ist kurzzeitig wieder besser. Wir können auf der Terrasse sitzen und einen leckeren Apfelstrudel geniessen. Nach der schönen Pause geht unsere Fahrt weiter. Es wird wieder mal Zeit, an einen Übernachtungsplatz zu denken. Wir finden einen Campingplatz in Canazei. Dort bleiben wir für eine Nacht.

17.Tag

Am nächsten Morgen machen wir uns früh auf den Weg. Da wir auf dem Campingplatz keine Brötchen bekommen, fahren wir ohne Frühstück los. Im nächstgelegenen Supermarkt kaufen wir dann alles für ein leckeres Frühstück. Wir fahren die gesamte Sella Runde bis nach Arabba und fahren von dort weiter Richtung Falzarego Pass. Die Straßen sind eng und Helmut muss aufpassen, dass er nicht gegen die Felsvorsprünge fährt.

Vor 10 Jahren waren wir mit den Motorrädern hier, da waren uns die Straßen nicht so eng vorgekommen... Aber Helmut zirkelt unser Womo sicher durch alle Kurven und Tunnel, so dass wir den nächsten Stopp auf dem Falzarego Pass machen können. Leider wird das Wetter wieder schlechter. Auf dem Falzarego Pass frühstücken wir dann erstmal. Helmut macht ein paar Fotos und ich stöbere noch in dem Souveniershop. Dort erstehe ich ein schönes Buch über die Dolomiten.

Danach setzen wir unsere Reise fort. Unser Ziel sind die Drei Zinnen. Dort soll es auf 2.450 Metern Höhe einen Stellplatz geben. Leider sind die Drei Zinnen in dichte Wolcken gehüllt, so dass wir uns die kostenpflichtige Auffahrt sparen. Das Übernachten in dieser Höhe macht nur bei wirklich gutem Wetter Sinn. So fahren wir weiter in Richtung Sexten. Dort fahren wir auf den Stellplatz im Caravanpark Sexten. Der Stellplatz befindet sich neben dem 5-Sterne-Campingplatz. Man kann alle Einrichtungen des Campingplatzes mit nutzen. Es ist ein wirklich toller Platz in allerschönster Umgebung. Die Sanitäranlagen sind erstklassig und wir beschließen, diesen Platz sicherlich nochmals anzufahren. Diesmal können wir ja nur eine Nacht bleiben. Da wir noch etwas Zeit haben, machen wir noch eine ausgedehnte Wanderung. Das Wetter ist wieder schön und wir genießen die warme Herbstsonne.


18. Tag

Nach dem Frühstück machen wir uns gleich auf den Weg. Wir fahren bei bestem Wetter in Richtung Brixen, dann über Sterzing in Richtung St. Leonhard. Dafür müssen wir über den Jaufenpass. Diesen hatten wir auch bereits vor einigen Jahren mit dem Motorrad befahren. Nun wollten wir ihn mit unserem Womo bezwingen. Wieder kam uns die Straße sehr viel schmaler vor, als damals. Helmut zirkelte unser Womo aber trotzdem mit spielerischer Sicherheit durch alle Kurven, so dass wir auf der Passhöhe eine lange Pause bei schönstem Sonnenschein einlegen können.

Danach geht unsere Fahrt weiter in Richtung Moos. Dort beginnt die Auffahrt zum Timmelsjoch. Helmut muss am Steuer wieder ordentlich arbeiten, damit unser Womo sicher durch die engen Kurven kommt. Ab und zu werfe ich einen ängstlichen Blick in die Abgründe, die sich genau neben meiner Beifahrertür befinden. Wir sind dann aber doch froh, als wir heil oben angekommen sind.

Die Abfahrt vom Timmelsjoch ist dann auch nicht mehr so spektakulär. Wir rollen langsam durch das wunderschöne Ötztal und fahren bis nach Längenfels, wo wir auf einen schönen Campingplatz gehen.

Mittlerweile ist es spät geworden und wir beschließen, ein letztes Mal auf unserer Reise zu grillen. Es wird ein gemütlicher Abend, obwohl wir wegen der niedrigen Temperatur drinnen sitzen und die Heizung anstellen müssen.


19. Tag

Gleich nach dem Aufstehen geht es los. Im Supermarkt in Längenfels erstehen wir Brötchen und frühstücken gleich auf dem Parkplatz des Supermakts. Wir haben heute eine recht lange Strecke vor uns. Unser Ziel ist die Pfalz, weil wir Birgit und Frank noch einen kurzen Besuch abstatten wollen. Also schlagen wir den kürzesten Weg zur Autobahn ein und fahren durch bis nach Grünstadt. Birgit und Frank erwarten uns schon. Es wird ein netter Abend, den wir bei einem guten Essen in einem sehr schönen Restaurant beschließen. Die Nacht verbringen wir dann bei Birgit und Frank im Gästezimmer.


20. Tag

Frank verwöhnt uns mit einem tollen Frühstück. Birgit muss leider arbeiten. Gegen 11.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg. Heute wollen wir die restlichen 600 Kilometer bis nach Hause schaffen.

Wir haben Glück, die Autobahn ist nicht sehr voll, so dass wir sehr gut voran kommen. Gegen 19.30 Uhr sind wir dann wieder zu Hause. Unser Kater Moritz begrüßt uns an der Tür und wir freuen uns, dass er unsere lange Abwesenheit, den treusorgenden Nachbarn sei Dank, so gut überstanden hat.

Fazit:


Diese Reise war etwas ganz Besonderes für uns. Zum ersten Mal waren wir mit unserem eigenen Womo unterwegs und konnten es so auf Herz und Nieren prüfen. Das Womo hat super durchgehalten, obwohl wir es wirklich die Alpen-Pässe hoch und runter gescheucht haben. Nach dieser Reise sind wir restlos davon überzeugt, dass wir uns für den richtigen Grundriß entschieden haben. Das Womo bietet genügend Stauraum, wir haben super große Betten, die Dusche ist toll und auch die Sitzgelegenheiten sind gut und ausreichend. Wir haben uns jederzeit ausgesprochen wohl und zu Hause gefühlt.

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