Der Frühling in BC, im Yukon        und in Alaska....... Pannen, Pech aber keine Pleite

Diesmal überführen wir einen Truckcamper von Vancouver in den Yukon nach Whitehorse

09.05.2015

Es ist wieder soweit. Unsere nächste Reise nach Kanada soll heute losgehen. Richtig los geht es eigentlich erst morgen. Wir wollen um 12.35 Uhr ab Frankfurt mit Condor nach Vancouver fliegen. Wir haben diesmal Plätze in der Premium Economy Class. Es ist ein Rail & Fly Ticket, die Zugfahrt nach Frankfurt ist also im Reisepreis bereits enthalten. Die Plätze im Zug sind auch gebucht. Eigentlich könnte die Reise total stressfrei losgehen...

 

Könnte,,,,,,wäre die Bahn nicht mal wieder im Streik. Der von uns gebuchte Zug fällt aus. Wir könnten einen frühreren Zug nehmen, allerdings nur bis zum Hauptbahnhof Frankfurt. Zum Flughafen müssten wir dann mit der S-Bahn fahren. Und das alles mit unseren schweren Koffern.

 

Kurzentschlossen buchen wir uns einen Mietwagen und fahren die Strecke nach Frankfurt mit dem Auto. Gott sei Dank hatten wir für eine Nacht ein Zimmer in einem Flughafen-Hotel gebucht. Irgendwie hatten wir schon geahnt, dass das mit der Bahn nicht gutgehen wird.

Wir holten den Mietwagen um 11.00 Uhr ab. Es war ein schnittiger BMW 320d GT. Ein schickes, flottes Auto! Schnell war das Gepäck eingeladen und die Fahrt ging los. Zwar gab es einen kleinen Stau, aber den haben wir schnell hinter uns gelassen.

Gegen 18.00 Uhr kamen wir am Flughafen an. In der Premium Economy Class (PE) war der Vorabend-Check-in kostenfrei, so dass wir unsere schweren Koffer bereits heute aufgaben.

Danach fuhren wir in das nahe gelegene NH-Hotel in Kelsterbach. Das Hotel war recht gut. Wir aßen im Hotelrestaurant zu Abend ( lecker Burger ) und ließen den Abend im Zimmer ausklingen.

Wir waren doch aufgeregt. Auch wenn wir nun zum dritten Mal nach Kanada fliegen, etwas mulmig ist uns jedesmal. Hoffentlich geht alles gut.

10.05.2015

Wir wachten gut gelaunt auf und fuhren zeitig zum Flughafen. Das Hotelfrühstück für 22,-- € pro Person sparten wir uns. Vor so einem Flug konnten wir sowieso nichts Großartiges essen. Am Flughafen gab es jede Menge Lokalitäten, wo man Kleinigkeiten zum Frühstück bekommen konnte. Unsere Wahl fiel auf McDonalds. Es gab ein Croissant mit Marmelade und ein McMuffin für Helmut.

 

Danach machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Gate. Wer den Frankfurter Flughafen kennt, weiß, dass man sehr lange Wege zurücklegen muss. Endlich fanden wir unser Gate. Alles lief problemlos. Nur unser Camcorder wurde näher untersucht. Es wurde ein Sprengstofftest gemacht, der natürlich negativ ausfiel. Wir hatten unser Dynamit zu Hause gelassen.....

 

Eine halbe Stunde vor dem Bording waren wir dann endlich am Gate. Die PE hat, wie die Business Class, bevorzugtes Bording, so dass wir ohne Stress in die Maschine konnten. Der Sitzabstand reichte sogar für Helmut mit seinen 1,96 m. Es gab die aktuellen Zeitschriften und Tageszeitungen. Gleich nach dem Erreichen der Flughöhe wurden Getränke und auch ein äußerst leckeres Mittagessen serviert.

Leider hatte Helmut das Pech, einen äußerst unfreundlichen und egoistischen Vordermann zu haben. Dieser stellte seine Rückenlehne in Liegestellung, so dass Helmut von seinem großzügigen Sitzabstand nicht mehr viel hatte. Dieser Mensch reagierte auf Helmuts Bitte, den Sitz doch wieder aufzustellen, äußerst ungehalten und unfreundlich. Seine Antwort war, er müsse schließlich sein Beine ausstrecken. Ein schrecklicher Mensch.

 

Kurze Zeit später versuchte auch seine Frau, ihren Sitz in Liegestellung zu stellen. Da war sie bei mir allerdings an die Falsche geraten. In regelmäßigen Abständen rammte ich ihr nun meine Knie in den Rücken, rüttelte an ihrer Rückenlehne, schob ihre Lehne nach vorn und ließ sie wieder zurückfallen. An Schlafen war für diese Dame nicht zu denken. Nach kurzer Zeit hatte sie genug und ihre Rückenlehne blieb dauerhaft aufrecht. Durch diesen Erfolg motiviert, versuchte ich mein Glück auch bei ihrem Ehemann. Ich rüttelte immer wieder an seiner Rückenlehne und endlich gab er auf. Seine Rückenlehne blieb dauerhaft gerade. Nun konnte Helmut wenigstens wieder seinen Monitor und seinen Tisch nutzen.

Der Flug war super. Wir hatten durchgehend grandiose Sicht. Wir flogen über Grönland und konnten schöne Fotos von dieser unberührten Eiswelt machen. So eine gute Sicht hatten wir noch auf keinem unserer Flüge. Der Service und das Entertainment an Bord waren sehr gut. Wir würden die PE von Condor immer wieder buchen.

 

Nach 9 Stunden und 40 Minuten landeten wir endlich in Vancouver. Wir hatten die Befürchtung, dass wir sehr lange auf unsere Koffer warten müssen. Aber auch hier zeigte sich der Vorteil der PE. Unser Gepäck hatte einen Priority-Aufkleber und wurde deshalb zusammen mit dem der Business Class ausgeladen. Schnell passierten wir die Border Control und konnten  zum Ausgang gehen.

 

Unsere Internet-Bekannschaft aus der Facebook-Kanada-Gruppe, Yvonne und ihr Mann Andreas, hatten sich netterweise angeboten, uns vom Flughafen abzuholen. Gerade als wir in Richtung Ausgang gingen, kamen die Beiden zusammen mit ihrem Sohn Dominik durch die Flughafentür. Nach der sehr herzlichen Begrüßung gingen wir ins Parkhaus zu deren Wagen, einem schwarzen Pickup Ford F 150. Unser Gepäck fand auf der großen Ladefläche Platz und so ging die Fahrt erstmal in unser Hotel, das Signature Sandman Airporthotel.

Nach dem Checkin machten wir uns kurz frisch und fuhren dann zusammen mit den Dreien nach Downtown Vancouver. Wir schlenderten durch die Waterstreet und zum Canada Place. Obwohl wir uns ja eigentlich nur von Facebook kannten, unterhielten wir uns wie alte Freunde. Es passte einfach super. Den Abend schlossen wir mit einem leckeren Abendessen in der Steamclock Brewery in der Waterstreet ab. Nun merkten wir unsere Müdigkeit doch. Vor dem Hotel verabschiedeten wir uns herzlich von den Dreien. Wir veabredeten uns aber spontan für den kommenden Freitag auf dem Campground am Alice Lake.

 

Kaum wieder in unserem Zimmer angekommen, gingen wir ins Bett und schliefen auch schnell ein.

11.05.2015

Gegen 4.30 Uhr wachte ich auf...Jetlag! Das kannte ich ja schon vom letzten Jahr. Ich versuchte nochmal einzuschlafen...vergebens! Also nahm ich mir das Handy und surfte etwas im Internet - auf Facebook. Eine Stunde später wurde auch Helmut wach. Nun konnten wir auch aufstehen.

In aller Ruhe machten wir uns zurecht, so dass wir gegen 7.00 Uhr fertig waren. Wir gingen zum Frühstück zu Denys. Das Hotel hatte uns Gutscheine für ein Frühstück gegeben. Im Denys trafen wir auf ein weiteres Ehepaar, dass ebenfalls eine Rundreise mit dem Wohnmobil machen wollte. Und natürlich  trafen wir auch Oliver aus unserer Facebookgruppe zum gemeinsamen Frühstück. Er saß im Flugzeug genau in der Reihe hinter uns. Es wurde eine lustige Frühstücksrunde!

Gegen 8.45 wurden wir von Fraserway am Hotel abgeholt. Nach kurzer Zeit erreichten wir die Vermietstation auf  Annicens Island. Uns wurde ein Einweiser namens Manfred zugeteilt, der uns nun sehr ausführlich unseren Truckcamper erklärte. Alles war in Ordnung, so dass wir es nicht erwarten konnten, los zu fahren. Wir erledigten die Formalitäten, kauften noch ein zusätzliches 500 Kilometerpaket und aßen auch noch einen leckeren Hotdog, den Fraserway seinen Gästen spendierte. Die Stimmung war super und schon ging die Reise los.

Unser Navi führte uns sicher zum Fähranleger Horseshoebay, wo wir die Fähre nach Vancouver Island nahmen. Bei bestem Wetter genossen wir die Überfahrt. In Nanaimo angekommen, fuhren wir gleich zum Einkaufen. Wir mussten ja noch alles Notwendige für die Fahrt besorgen.

Uns fielen die überdurchschnittlich hohen Preise für die Lebensmittel auf. Oh Mann, die Kanadier langen inzwischen ganz schön hin - besonders auf der Insel. Eigentlich planten wir auch einen Grill bei WalMart zu kaufen. Es sollte dort einen für 29,-- CAD geben. Leider war der ausverkauft. Macht nichts, den würden wir dann eben woanders kaufen.

 

Wir fuhren dann weiter auf dem Hwy. 19A bis zum Rathtrevor Provincialpark. Dort gab es einen sehr idyllischen Campground. Es waren noch viele Campsites frei, so dass wir uns einen aussuchen konnten. Der Ranger kassierte 38,-- CAD und nochmal 7 CAD für ein Bundel Holz. Auch nicht gerade billig! Die Peise hatten seit unserem Urlaub 2008 heftig angezogen. Damals hatten wir durchschnittlich 25,-- CAD für eine Campsite gezahlt.

 

Wir richteten uns ein und dann packten wir erstmal die Koffer aus. Unsere gerade gekauften Lebensmittel kamen in den Kühlschrank, den wir erstmal wieder einschalteten. Wir hatten ihn ja ausgestellt, als wir in Horseshoebay auf die Fähre gefahren waren. Alles fand seinen Platz, so dass wir die Koffer alle ineinander packten, damit sie keinen Platz wegnahmen. Die Koffer fanden einen Platz auf der Rückbank des Ford F 350. Unsere Bedenken, dass in der Wohnkabine nicht genug Stauraum vorhanden sein könnte, waren unbegründet.

 

Wir machten anschließend einen ausgiebigen Spaziergang am Strand und über den Campground. Der lag wirklich idylisch im Küstenwald direkt am Strand.

Abends kochte ich uns schnell ein paar Nudeln mit Tomatensauce. Es war ein langer Tag und wir waren nun doch recht müde. Wir gingen frühzeitig ins Bett und schliefen schnell ein.

12.05.2015

Die erste Nacht in unserem Camper war herrlich. Es war wunderbar ruhig und das Bett war sehr gemütlich. Wir wurden allerdings wieder sehr früh wach. Geweckt wurden wir vom Gezwitscher der Vögel. Also schnell aufgestanden und Frühstück gemacht. Der Truckcamper war sehr gut ausgestattet, so dass wir Kaffee kochen und Brötchen aufbacken konnten.

Der Backofen funktionierte gut. An die Bedienung konnte ich mich noch von unserer ersten Wohnmobilreise 2008 erinnern. Allerdings wunderten wir uns, dass der Kühlschrank nicht so richtig kalt wurde. Das Gefrierfach funktionierte einwandfrei, der Kühlschrank aber wurde nicht kalt. Na ja, abwarten, vielleicht brauchte der einfach etwas länger.

Gegen 7.00 Uhr waren wir mit allem fertig und machten uns auf den Weg. Unser Ziel war Campbell River, wo wir eine Whale Watching Adventure Tour bei Aboriginal Journeys Wildlife Adventure gebucht hatten. Diese sollte morgen um 11.00 Uhr losgehen.

Das Wetter war super, so dass wir die Fahrt entlang der Küste auf dem Hwy.19A genossen. Zwischendurch hielten wir immer mal wieder bei Walmart oder bei Canadian Tire an, da wir ja noch diesen Gasgrill für 30 CAD kaufen wollten... Leider war keiner zu bekommen. Sie waren immer ausverkauft. Auch unser Kühlschrank machte uns weiterhin Sorgen. Er wurde einfach nicht kalt. Langsam hatten wir Angst um unsere Lebensmittel. Es sollte doch nicht alles verderben.

Gegen Mittag kamen wir in Campbell River an. Wir fuhren zuerst zum Elk Falls PP. Dort machten wir einen schönen Spaziergang zu den Elk Falls. Es gibt dort eine nagelneue Suspension Bridge (Hängebrücke), die gerade erst zwei Tage vorher eröffnet worden war. Es war ein wirklich schöner Spaziergang, bei dem wir viele Fotos machten. Das Wetter war weiterhin sehr sommerlich warm. Unser Kühlschrank leider auch.

Nach dem Besuch der Elk Falls fuhren wir zurück nach Campbell River. Wir bummelten durch den netten Ort und kauften noch etwas Bier im Liquor Store. Danach fuhren wir auf den Thunderbird RV Park direkt am Hafen von Campbell River. Dieser Platz war zwar nicht besonders schön, aber sehr zentral gelegen. Er sollte uns nur als Übernachtungsplatz dienen, da wir ja morgen unsere Whalewatching Tour machen wollten. Der Platz kostete 43,-- CAD inklusive Wifi. Für die Dusche musste man nochmals 2,--. CAD berappen. Egal, wir wollten uns nicht ärgern.

Wir machten unser erstes Lagerfreuer und grillten Steaks auf einem Grillrost, den wir für 14,-- CAD bei WalMart gekauft hatten. Das blöde Ding war keine 5 Dollar wert, aber was soll`s! Wir wollten ja nunmal grillen. Unsere Steaks schmeckten sehr gut. Der Kühlschrank war immer noch nicht kalt. Langsam machten wir uns richtige Sorgen. Morgen früh wollte ich doch mal bei Fraserway anrufen. So konnten wir ja nicht in den Yukon fahren.

Den restlichen Abend verbrachten wir mit Internet surfen. Es war ja wieder ein langer Tag gewesen, so dass wir dann aber doch bald ins Bett gingen.

Die Elk Falls

13.05.2015

Noch vor dem Frühstück versuchte ich, bei Fraserway anzurufen. Leider war dort erst ab 9.00 Uhr jemand zu erreichen. Ich schilderte das Problem mit dem Kühlschrank und wurden dann gebeten, das Fahrzeug zu einem RV-Service in Campbell River zu bringen. Langsam wurde die Zeit knapp. Um 11.00 Uhr sollte unsere Tour beginnen.

Wir fuhren den Truckcamper also ins Industriegebiet von Campbell River zu Howich RV Service. Dort versprach man uns, alles zu versuchen, den Kühlschrank wieder zum Laufen zu bringen. Ein netter Verkäufer rief uns ein Taxi, so dass wir pünktlich am Hafen zu unserer Tour ankamen. Unseren Truckcamper sollten wir dann nach der Tour wieder abholen.

Pünktlich kamen wir am Hafen an. Garry Henkel, der Kapitän und Guide, wartete mit drei weiteren Gästen auf uns. Wir stellten uns vor. Die drei anderen Gäste waren ebenfalls aus Deutschland. Dominik, der in Kanada ein Work and Travel machte und seine Eltern, die ihn hier besuchten. Wir gingen an Bord des Bootes. Es hatte einen Innenraum, in dem 12 Sitzplätze vorhanden waren. Garry achtete darauf, dass sich die verschiedenen Gewichtsklassen richtig im Boot verteilten und schon ging die Reise los. Wir fuhren langsam aus dem Hafen, dann ging es in flotter Fahrt in Richtung Burrad Inlet. Garry erzählte viel von seinem Leben und seiner Liebe zum Meer - er war früher Fischer gewesen. Dabei machte er auch so manchen Joke. Über Funk war Garry mit anderen Whalewatching-Booten in Verbindung. Nach kurzer Fahrt hatten wir dann auch schon die richtige Position erreicht. Garry stoppte die Maschinen und schon sahen wir einen großen Buckelwal. Was für ein Anblick. Garry erklärte uns einiges über Wale. Wir bewunderten, wie der Wal immer wieder elegant abtauchte. Dabei zeigte er uns einige Male seine wunderschöne Fluke.

Der bis jetzt bedeckte Himmel riß nun auch auf und die Sonne strahlte vom Himmel. Was hatten wir für ein Glück. Garry gab uns genügend Zeit, ausreichend Fotos von dem wunderschönen Wal zu schießen. Nach einiger Zeit sollte der Wal dann aber doch in Ruhe seine Bahnen ziehen und wir fuhren weiter. Es ging in flotter Fahrt in Richtung Bute Inlet. Dort sollten sich Orcas aufhalten, so jedenfalls war es Garry über Funk gemeldet worden.

Immer wieder sahen wir Weißkopfseeadler. Auf einmal endeckte ich einen schwarzen Punkt auf einem Felsen. Ich schaute durchs Fernglas. Auch Garry nahm sein Fernglas... und da erkannten wir es. Es war ein Schwarzbär. Sofort änderte Garry den Kurs und wir steuerten auf den Bären zu. Natürlich brachte Garry das Boot in sicherem Abstand zum Stehen. Der Bär sollte sich nicht von uns bedrängt fühlen. Es war ein stattliches Exemplar! Die Kameras klickten im Dauerfeuer. Was für ein Anblick. Einfach toll! Der Bär fand das ganze offenbar nicht ganz so toll. Gelangweilt drehte er sich um und ging zurück in den Wald. Es war ein unvergessliches Erlebnis.

Garry hält nach Walen Ausschau.

Garry startete die Motoren, die Fahrt ging weiter. Er fuhr recht weit in das Bute Inlet. Dort waren die Orcas. Dann sahen wir sie. Es waren vier Stück. Eine Familie mit einem kleinen Baby und einem Halbwüchsigen. Sie zogen ruhig ihre Bahnen. Plötzlich wurde es unruhig. Delphine kamen dazu. Die Orcas fingen sofort an, die Delphine zu jagen. Immer wieder tauchten sie ab und kamen an einer anderen Stelle wieder hoch. Plötzlich schoß direkt vor unserem Boot ein Delphin aus dem Wasser, ein riesiger Orca ebenfalls. Beide drehten sich mit einem Salto in der Luft. Was für eine Jagdszene. Wir waren alle so von dieser Action überrascht, dass keiner von uns ein Foto von dieser genialen Szene geschossen hatte. Selbst Garry war völlig aus dem Häuschen. So etwas sieht man selten, sagte er. Ein Bild, dass für immer in unseren Erinnerungen sein wird.

Garry gab uns ausreichend Zeit, sehr viele Fotos von den Walen zu schießen. Es war wunderbar und eine ganz besondere Stimmung an Bord. Alle waren total aus dem Häuschen. Diese wunderbaren Tiere hatten unser Herz berührt. Es war fantastisch.

Langsam mussten wir uns auf den Heimweg machen. Schließlich hatten wir noch eine weite Rückfahrt vor uns. Garry riet uns, sich festzuhalten. Durch die starke Tiede mussten wir ein paar ordentliche Strudel und sogar richtige Wellen, Garry nannte sie Oceanrapids, durchfahren. Es schaukelte und rüttelte ganz ordentlich, machte aber allen auch mächtig Spaß. Garry gab ordentlich Gas......

Gegen 17.30 Uhr kamen wir wieder wohlbehalten in Campbell River an. Was für ein toller Tag. Wir verabschiedeten uns herzlich von Garry und den anderen Gästen. Diesen Tag mit seinen phantastischen Erlebnissen würden wir nie vergessen.

Mit dem Taxi fuhren wir zu dem RV - Händler, der unseren Kühlschrank reparieren sollte. Dieser teilte uns mit, dass eine Reparatur leider nicht gelungen sei. Mit Fraserway sei es aber abgesprochen, dass wir ein neues Fahrzeug erhalten würden. Wir sollten am nächsten Tag zurück nach Vancouver kommen und das Fahrzeug tauschen.

Bevor wir uns auf den Weg nach Nanaimo zur Fähre machten, wollten wir aber noch Garrys Tip folgen und am Hafen bei Dick`s Fish`n Chips essen. Als wir dort ankamen, trafen wir auf Dominik und seine Eltern. Auch sie wollten sich das leckere Mal vor ihrer Fährfahrt noch schmecken lassen. Der Fisch schmeckte wirklich lecker.

Nach dem Essen machten wir uns dann aber auf den Weg. Wir wollten noch bei Tageslicht in Nanaimo ankommen. Auf dem Hwy. 19 ging es bei flotter Fahrt gut voran. Gegen 21.00 Uhr kamen wir im Dunkeln auf dem Campground "Jinglepot" in Nanaimo an. Ein nicht so toller Platz für 28 CAD.  

          

Es war ein langer ereignisreicher Tag und wir waren doch schon recht müde. Also ließen wir den Abend ruhig ausklingen und gingen zeitig schlafen.

Morgen früh wollen wir um 8.00 Uhr die Fähre nach Horseshoebay nehmen. Zuerst wollen wir uns dort mit Maureen und Tom, unseren kanadischen Freunden, treffen. Danach geht es dann zurück zu Fraserway. Mal sehen, wie die unser Problem mit dem Kühlschrank lösen wollen.

                                                                                

14.05.2016

Wir wurden rechtzeitig wach und machten uns für die Abfahrt fertig. Das Frühstück war schnell gemacht, es gab nur eine Kleinigkeit. In der Nacht hatte es geregnet.

Wir packten zusammen und fuhren zum Fährterminal, der nur ein paar Minuten von dem Campingplatz entfernt war. Der Himmel war immer noch bedeckt, aber es regnete nicht mehr.

Die Fährfahrt war aufgrund des grauen Himmels nicht so spektakulär, es war draußen noch recht frisch, so dass wir die ganze Zeit innen verbrachten. In Horseshoebay angekommen, bogen wir gleich hinter dem Fährterminal in den kleinen Ort ab.

Maureen und Tom warteten schon an der Straße auf uns. Die Wiedersehensfreude war groß. Wir hatten uns zuletzt vor 8 Monaten gesehen und es gab viel zu erzählen.

Wir gingen in ein nettes Lokal und nahmen ein zweites Frühstück zu uns. Die Zeit verging wie im Fluge und bald war es Mittag.

Maureen und Tom mussten ihre Fähre nach Sechelt nehmen; wir mussten zurück nach Annicend Island zu Fraserway fahren.

Wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, uns bald wieder zu treffen.

 

Gegen 14.00 Uhr trafen wir bei Fraserway ein. Dort wurde dann versucht, den Kühlschrank zu reparieren. Nach einer Stunde Wartezeit erklärte man uns dann, dass wir ein neues Fahrzeug bekommen würden, da der Kühlschrank nicht zu reparieren war.

Na toll.

Also mussten wir nun unsere ganzen Sachen ausräumen und in einen anderen Trucki einräumen. Wir bekamen einen fast neuen dunkelblauen Dodge Ram 3500.

Helmut freute sich sehr, da er schon immer einen Dodge Ram fahren wollte!

Die Kabine hatte schon bessere Zeiten gesehen, aber auf den ersten Blick schien sie ok.

Als alles einräumt war, machten wir uns schnell auf den Weg. Wir wollten heute noch auf den Campground am Alice Lake, wo morgen ja dann Yvonne, Andreas und Dominik zu uns stoßen wollten.

Leider herrschte mittlerweile Berufsverkehr in Vancouver. Wir kamen aber doch einigermaßen voran, so dass wir gegen 17.00 Uhr Squamish erreichten.

Da die Lebensmittel im warmen Kühlschrank ja alle verdorben waren, mussten wir nochmals einen Großeinkauf machen. Wir gingen also zu Safe on Foods und kauften erstmal ordentlich ein. Fraserway hatte uns zugesichert, dass wir die Kosten erstattet bekämen.

Schnell war alles eingekauft und die Reise ging weiter zum Alice Lake PP.

Es war der Tag vor dem langen Kanada Wochenende. Heute bekamen wir noch ohne Probleme eine Campsite, morgen allerdings war der CG ausgebucht. Yvonne hatte uns den Vorschlag gemacht, mit auf ihrer reservierten Campsite zu stehen, da diese ja sehr groß war. Wir stellten uns also gleich auf die richtige Campsite und machten unser Lagerfeuer. Das Wetter war super, so dass wir den Abend draußen genießen konnten. Wir aßen zu Abend und machten noch einen schönen Spaziergang über den Campground zum See.

Den Abend verbrachten wir mit Lesen und schreiben des Reiseberichtes.

15.05.2015

Wir schliefen heute etwas länger. Es war herrlich ruhig auf dem CG. Wir machten uns ein leckeres Frühstück, mit allem was dazu gehört. Ich hatte nicht ganz so gut geschlafen, wie in dem anderen Trucki. Irgendwie war die Matratze nicht so gut. Ich hatte das Gefühl, ich liege in einer Kuhle. Aber vielleicht musste ich mich auch erst eingewöhnen. Hauptsache der Kühlschrank funktioniert. Und das tat er. Alles war wunderbar gekühlt.

Nach dem Frühstück wurde geduscht und dann ein ausgedehnter Spaziergang gemacht. Das Wetter war wieder super. Es war herrlich warm und windstill. Yvonne und Andreas wollten gegen Nachmittag kommen. Da blieb mir die Zeit, das gestern frisch gekaufte Hackfleisch zu verarbeiten. So kochte ich einen großen Topf Boulognese, den ich portionsweise einfrieren wollte. So hatten wir, wenn es mal schnell gehen sollte, ein leckeres Essen. Helmut vertrieb sich die Zeit mit Holzhacken und Feuer machen.

Gegen Nachmittag kamen dann Yvonne und Andreass mit Dominik. Wir richteten alles ein und wollten einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer verbringen. Die Beiden hatten ein praktisches Mückenzelt mitgebracht, da die kleinen Plagegeister aufgrund der milden Temperaturen schon recht aktiv waren. Dieses Mückenzelt paßte genau über die obligatorische Campingbank mit Tisch, so dass wir gut geschützt saßen.

Kurz bevor wir mit dem Grillen beginnen wollten, kam dann der Parkranger und erklärte uns, dass wir nicht mit zwei Fahrzeugen auf einer Campsite stehen durften. Leider konnte er uns auch keine andere Campsite anbieten, da der gesamte Platz ausgebucht war. Eine Ausnahme wollte er nicht machen und so erklärte er uns, dass wir bitte den Campground verlassen müssen. Was nun? Helmut hatte mittlerweile ein oder zwei Biere getrunken, außerdem war es inzwischen fast dunkel und der nächste CG ca. 60 Kilometer entfernt.

Da hatte Andreas die Idee, Camper, die nur mit einem Zelt angereist waren zu fragen, ob wir auf deren Campsite mit stehen durften. Schließlich war es lediglich verboten, mit zwei Campingfahrzeugen auf einer Campsite zu stehen. Gegen einen Pkw und einen Camper war nichts einzuwenden. Schnell waren die passenden Zeltcamper gefunden. Andreas fragte ganz nett und wir wurden uns schnell einig. Wir zahlten die Campsite der Familie und für den Mann gab es noch ein paar Dosen Bier. Unser Grillabend konnte also wie geplant stattfinden.

Es war dann alles auch wirklich sehr lecker und wir waren sehr vergnügt. Wir unterhielten uns angeregt, ohne allerdings besonders laut zu sein. Irgendwie hatte der Parkranger uns aber auf dem Kieker. Gegen 23.00 Uhr stand er schon wieder vor uns und forderte uns recht unfreundlich auf, ruhiger zu sein. Wir entschuldigten uns und unterhielten uns nur noch im Flüsterton. Schade, so einen unentspannten Parkranger hatten wir noch nie erlebt - und das in Kanada! Aber was solls... es war ja auch schon spät und so beendeten wir die Runde und gingen schlafen.

16.05.2015

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Yvonne, Andreas und Dominik verabschieden wir uns dann von den Dreien. Unsere Reise in Richtung Norden soll nun endlich losgehen. Zuerst geht unsere Fahrt aber nach Squamish in den dortigen Canadian Tire. Dort wollen wir uns nun endlich einen kleinen Gasgrill kaufen. Der ist dann auch schnell gefunden, so dass wir unsere Fahrt bei bestem Wetter starten.

Leider währt die Freude nicht lange. Es ist langes Wochenende in Kanada und die Straße in Richtung Whistler ist entsprechend voll. Wir stehen im Stau. Es geht nur ganz langsam voran und wir verlieren fast eine Stunde Zeit. Erst hinter Whistler normalisiert sich die Lage und unsere Fahrt geht zügig durch die schöne Landschaft in Richtung Lilloet.

Diese Strecke hatten wir ja bereits in unserem Urlaub 2008 gefahren und erkannten einiges wieder. Zwischendurch hielten wir immer wieder an und bestaunten die schöne Landschaft.

Einen Stopp legten wir dann auch wieder am Seton Lake ein. Helmut machte viele Fotos und ich hielt nach Wildlife Ausschau. Zuerst sahen wir gar keine Tiere, dann aber, als wir eigentlich gerade wieder einsteigen wollten, sahen wir dann doch noch eine kleine Hirsch-Herde. Weiter ging unsere Fahrt in Richtung Clinton. Das sollte unser heutiges Tagesziel sein. Einen Campground hatten wir nicht reserviert, wir machten uns aber keine Sorgen. Auch am langen Kanada Weekend würde wir ohne Probleme ein Plätzchen für unseren Trucki finden.

Wir landeten schließlich auf dem Gold Trail RV Park. Dieser Platz liegt zentral in Clinton und ist ein privat geführter Campingplatz. Es befindet sich ein kleines Grillrestaurant auf dem Platz, wo auch ein "All you can eat-Bufett" angeboten wird. Wir entscheiden uns aber für gegrillten Lachs, der dann auch sehr lecker war.

Den Abend verbrachten wir mit Lesen und Reisebericht schreiben.

17.05.2015

Am nächsten Morgen setzen wir unsere Reise gleich nach dem Frühstück fort. Leider habe ich wieder nicht gut geschlafen. Der Grund dafür ist die total durchgelegene Matratze. Auf meiner Seite befindet sich eine richtige Kuhle in der Matratze, in die ich tief einsinke. Ich kann mich also kaum umdrehen. Helmut´s Seite ist komischerweise völlig in Ordnung. Auf meiner Seite muss ein sehr schwerer Mensch gelegen haben.

Überhaupt fällt auf, dass die Kabine schon bessere Zeiten gesehen hat. Die Sitzbank hat auch bereits leichte Auflösungserscheinungen. Die eine Seitenverkleidung hängt nur noch am seidenen Faden. Die kleinen Holzschrauben sind alle schon mehr oder weniger heraus gerissen.

Am schlimmsten ist aber, dass Feuchtigkeit aus der Toilette austritt. Offenbar ist dort eine Dichtung defekt. Zuerst war uns das gar nicht aufgefallen, jetzt aber machte sich inzwischen ein sehr durchdringender Geruch in der Kabine bemerkbar. Es roch wie auf einer Bahnhofstoilette. Wir spülten die Toilette und füllten die Toilettenchemie nach, außerdem reinigten wir das gesamte Bad. Mal sehen, vielleicht wird es ja wieder besser.

Zwischenzeitlich veränderte sich die Landschaft. Rechts und links der Straße befanden sich nur Wälder. Es gab keine Berge sondern nur Wald. Außerdem roch es überall stark nach Rauch. Obwohl es noch so früh im Jahr war, gab es schon den einen oder anderen Waldbrand. Das Wetter veränderte sich auch etwas. Zwischendurch regnete es leicht und es war bewölkt.

                                                                                                                

 

 

Die Landschaft war mehr oder minder nichtssagend. Rechts und links der Straße Wald, also eher eintönig. So legten wir Kilometer um Kilometer zurück. Wir machten noch einen kurzen Stop in 70 Mile House und versuchten, über das w-lan-Netz zu telefonieren. Das gelang aber nicht. Gegen 19.00 Uhr kamen wir kurz vor Vanderhoof an einem Campground vorbei. Helmut hatte keine große Lust mehr, zu fahren und so beschlossen wir, diesen Campground zu nehmen. Er sah zwar nicht so toll aus, aber es war ein langer Tag und wegen des durchwachsenen Wetters und der eintönigen Landschaft hatten wir genug.

Wir bezahlten den Platz in dem zugehörigen Store und fuhren auf den Platz. Die Platz war wirklich schrecklich. Das war von der Straße aus gar nicht zu sehen. Überall lagen alte Reifen oder kaputte Spielgeräte rum. Aber was soll`s...wir wollten ja nur übernachten. Als wir aus dem Auto aussteigen wollten, wurden wir von ca. 1 Mio. Stechmücken überfallen. Schnell wieder hinein in´s Auto. Was machen wir nun? Da wir ja hinten erstmal die Treppe herunterklappen und dann den Slide-out ausfahren mussten, mussten wir uns etwas einfallen lassen, sonst würden wir in kürzester Zeit völlig zerstochen sein. Dass wir aber auch noch kein Mückenmittel hatten.... Wir zogen unsere Outdoorjacken an, Kapuze auf den Kopf, alles fest verzurrt und dann los. Gleich als wir die Tür öffneten, ging es los. Die Mücken stürzten sich auf uns, man mochte nicht atmen, um keine zu inhalieren. Bis der Slideout so weit ausgefahren war, dass wir einsteigen konnten, vergingen gefühlte Stunden. Dann aber hinein, Tür zu und bloß nicht mehr rausgehen.

Damit hatten wir nicht gerechnet, dass wir so früh im Jahr schon soviele Mücken haben würden. Aber das ist eben den für diese Jahreszeit viel zu warmen Temperaturen geschuldet.

Als es endlich ganz dunkel war, wagten wir uns nochmal raus. Inzwischen war es kühl geworden und die Mücken waren verschwunden. Allerdings bemerkten wir wieder starken Brandgeruch. Es schien, als kämen wir den Waldbrandgebieten immer näher. Mal sehen, wie es morgen sein würde. Aber als erstes mussten wir uns unbedingt Mückenspray kaufen.

18.05.2015

Am nächsten Morgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg. Der Campground war wirklich schrecklich und wir wollten nicht länger wie nötig dort bleiben. Als erstes fuhren wir in Vanderhoof einen Supermarkt an. Wir konnten dort unsere Vorräte noch etwas auffüllen und vor allem Mückenspray kaufen. Der junge Mann im Store empfahl uns OFF, das wohl sehr wirksam sein soll. Nun denn, aber ob es solch eine Invasion, wie gestern Abend, abhalten würde?

Wir setzten unsere Fahrt fort. Der Brandgeruch war immer deutlicher zu riechen. Außerdem war die ganze Landschaft so richtig neblig. 

Hoffentlich wurden nicht noch die Straßen gesperrt... Die Landschaft war weiterhin von dichtem Wald geprägt. Nur manchmal erspähten wir in der Ferne einige Berge. Tiere waren nicht zu sehen. Aussteigen lohnte also nicht und war wegen des Qualmes auch nicht wünschenswert.

Kurz hinter Vanderhoof bogen wir nach rechts auf den Hwy. 27 ab, weil wir uns das Fort St. James ansehen wollten.

Leider hatte die Anlage (ein restauriertes Handelsfort) im Mai noch geschlossen.

Also wieder zurückfahren.........

Gegen Nachmittag erreichten wir Kitwanga und besichtigten die dortige Gedenkstädte der First Nations. Wir trafen dort auf eine Gruppe Deutscher, die offenbar die gleiche Tour mit 6 Wohnmobilen machten. Ansonsten waren keine weiteren Besucher dort und wir hatten Zeit, alles in Ruhe anzuschauen.

Gegen Abend kamen wir auf dem Kitwanga RV Park an. Er befindet sich genau an der Abzweigung des Stuart-Cassier-Hwy. und ist recht ordentlich ausgestattet. Die Besitzerin war sehr nett, wir hielten einen kleinen Plausch mit Ihr. Auf dem Platz gab es ein sehr gutes Internet - das brauchten wir.

Unser Problem mit der Toillette im Trucki wurde immer schlimmer. Es trat ständig Flüssigkeit aus der Dichtung der Toilette aus und der Geruch im Bad war wirklich unerträglich. Immer wenn wir anhielten, machte ich das Bad sauber und lüftete die Kabine, weil es wie auf einem dreckigen Bahnhofsklo roch. Das drückte doch etwas auf die Stimmung. Und genau in dieser schlechten Stimmung schrieb ich nochmals eine Email an Fraserway. Mal sehen, ob die sich morgen melden würden. Auf jeden Fall werde ich zusätzlich zu meiner Mail morgen früh um 9.00 Uhr bei Fraserway anrufen.

19.05.2015

Nach dem Frühstück wurde erst einmal wieder ausgiebig geduscht. Da das Bad in unserer Kabine ja ausreichend groß war, ging das recht gut. Außerdem war es auch erforderlich, da dadurch der schreckliche Gestank  im Bad etwas gemildert wurde. Danach wurden noch schnell die Emails gecheckt. Wir hatten eine Email von Canusa bekommen, die ihr Bedauern darüber ausdrückten, dass wir einen derartigen Ärger haben. Außerdem teilten sie uns mit, dass sie sich umgehend mit Fraserway in Verbindung setzen würden. Gleichzeitig erhielten wir auch eine Mail von Fraserway. Der Manager versicherte uns, sich schnellstmöglich um die Lösungen für das Problem zu bemühen. Mal sehen wie es weitergeht.

Unsere Stimmung war wegen des ganzen Ärgers momentan nicht die Beste. Wir machten uns auf die Weg in den Norden auf dem Stewart-Cassiar-Hwy. (37). Zuerst war die Landschaft noch relativ unspektakulär. Wald auf beiden Seiten, nur in der Ferne waren die Berge zu sehen.

Auf einmal entdeckten wir am Straßenrand zwei Schwarzbären. Leider hatten wir mit dem Truckcamper einen entsprechenden Bremsweg. Helmut wechselte schnell noch das Objektiv an seiner Kamera, dann versuchte er, den Truck zurückzusetzen. Leider kam nun von hinten ein großer LKW. Schließlich fuhren wir zurück. Leider waren beide Bären verschwunden. So ein Pech! Unsere Stimmung sank weiter. Hatten wir denn in diesem Urlaub nur Pech? Nun ja, es half ja nichts. Wir wollten uns nicht weiter runterziehen lassen.

Am Meziadin Junction bogen wir ab in Richtung Stewart/Hyder ab auf den Hwy. 37a.

Immer wieder suchten wir die Straßenränder ab. Bären sahen wir leider keine. Dafür änderte sich aber die Landschaft. Wir waren von hohen schneebedeckten Berggipfeln umgeben. Unzählige Wasserfälle fielen tosend herab. Es war wunderschön. Und dazu noch das tolle Wetter. Mittlerweile war das Termometer auf 25 Grad geklettert und die Sonne lachte vom Himmel. Wir kamen an den Bear Glacier. Er glitzerte in der Sonne. Es war wunderschön. Wir waren ganz alleine und konnten in Ruhe diesen wunderbare Anblick genießen. Helmut machte eine Menge Fotos und auch ich schoß einige Bilder mit meinem Smartphone, die ich dann später auf Facebook hochladen konnte.

Langsam fuhren wir weiter. Tiere sahen wir leider nicht. Endlich erreichten wir Stewart. Eigentlich ist der Ort recht nichtssagend. Viel los ist hier nicht. Wir tranken einen Kaffee auf einer schönen Aussichtsplattform am Visitor Center, das allerdings noch geschlossen hatte. Dann fuhren wir weiter nach Hyder in Alaska. Eine Grenzkontrolle gab es auf der Amerikanischen Seite nicht. Hyder hat seine besten Zeiten lange hinter sich. Es wirkt alles etwas heruntergekommen. Da es bereits kurz nach 17.00 Uhr war, waren alle Shops und auch das Post Office geschlossen. Wir fuhren also nur durch das Nest und drehten dann wieder um. Am Grenzübergang nach Kanada hielten wir noch einen netten Plausch mit der kanadischen Grenzbeamtin. Nach der Kontrolle fuhren wir weiter. Wir wollten heute noch an den Meziadin Lake.

Als wir ca. 20 Kilometer hinter Stewart waren, sahen wir plötzlich einen Schwarzbären, der genüsslich am Straßenrand das frische Grün fraß. Er ließ sich gar nicht stören und war ganz entspannt. So konnten wir viele Fotos und sogar einen kleinen Videofilm von ihm machen. Wir hatten dadurch doch etwas Zeit verloren, so dass wir beschlossen, zurück nach Stewart zu fahren, um dort auf den Bear River Campground zu gehen. Auf der Rückfahrt sahen wir dann nochmal zwei weitere Bären am Straßenrand.  Als diese Bären uns bemerkten, suchten sie aber schnell das Weite.

Der Campground in Stewart ist sehr schön. Wir machten uns schnell Abendessen. Es gab Nudeln mit Hacksoße, die ich ja am Alice Lake zubereitet und dann eingefroren hatte. Den Abend verbrachten wir dann mit Schreiben und Internet-surfen.

20.05.2015

Am nächsten morgen telefonierten wir gleich morgens mit Fraserway. Es wurde vorgeschlagen, das Fahrzeug nochmals zu tauschen. Man würde uns ein Fahrzeug nach Dease Lake bringen, weil dies der nächst mögliche Treffpunkt in der Nähe wäre. Das Fahrzeug würde aus Whitehorse kommen.

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter. Vorher fuhren wir aber nochmals nach Stewart und kauften in dem dortigen kleinen Supermarkt ein paar Kleinigkeiten. Die Stimmung in diesem Ort war irgendwie total relaxt. Wir schlenderten durch den Ort und genossen die Sonne und die entspannte Atmosphäre.

Wieder fuhren wir an dem wunderbaren Bear Gletscher vorbei. Dort trafen wir das junge deutsche Pärchen wieder, das wir gestern schon kurz zu einem Plausch kennengelernt hatten. Die Beiden waren in ihrem Truck mit einem Kanu auf dem Dach unterwegs und wollten noch bis zur Beringsee. So wollten sie ihr Work-and-Travel-Jahr beenden. Nun waren sie gerade dabei, mit ihrem Kanu auf dem Gletschersee zu paddeln. Wir würden diesen Beiden noch öfters begegnen. An dieser Straße liefen dann auch noch ein paar Marder über die Straße. Diese kleinen putzigen Gesellen waren so schnell, dass die Kamera sie nicht mehr einfangen konnte. Schade!

Leider veränderte sich das Wetter. Es fing an, zu regnen und der Himmel überzog sich mit dunklen Wolken. Schade, bis jetzt hatten wir bis auf ein Paar kurze Schauer ja wirklich sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt. Trotz des Regens sahen wir heute auch wieder zwei Bären, die am Straßenrand das frische Grün knabberten.

Unterwegs machten wir eine ausgiebige Mittagspause. Das Wetter wurde leider nicht besser. Bis zum Abend regnete es weiter. Als wir auf dem Campground des Kinaskin Lake ankamen, mussten wir schon etwas lachen. Die fünf Wohnmobile der Ossis (und das ist ganz lieb gemeint), die wir schon in Kitwanga getroffen hatten und die gestern abend auch dem Bear River RV Park waren, standen nun auch hier am Kinanskin Lake. Trotz des Regens stehen sie draußen und grüßen auch fröhlich, als sie uns kommen sehen. Leider ist der Regen so stark, dass wir erstmal nicht nach draußen gehen. Erst am etwas späteren Abend, hört es auf zu regnen.

Wir machen noch einen kleinen Spaziergang über den Campground und halten einen kurzen Plausch mit der Rangerin. Auch sahen wir den Truck des jungen Pärchens wieder.

Den Abend verbrachten wir mit Reisebericht schreiben und Fotos sichten.

21.05.2015

Am nächsten Morgen war das Wetter etwas besser. Es war noch bewölkt, aber wenigstens regnete es nicht mehr. Wir hatten noch ca. 2 Stunden Fahrt bis Dease Lake vor uns. Wir konnten also in Ruhe duschen und danach frühstücken. Nach dem Frühstück ging es dann aber gleich los.

Das Wetter wurde immer besser. Teilweise war schon wieder blauer Himmel zu sehen.

Die Landschaft war faszinierend. Sehr nordisch, so ähnlich kannten wir es von Schweden und Lappland. Die Straße führte durch riesige Waldgebiete. Manchmal fuhren wir durch Gebiete, wo Waldbrände alles zerstört hatten. Es ragten nur schwarz verkohlte Baumstämme in den Himmel. Gespenstisch!

Kurz vor Dease Lake sahen wir mehrere Cariboos. Auch 2 Bären konnten wir am Straßenrand wieder beobachten. Was hatten wir für ein Glück! Mit so vielen Tiersichtungen hatten wir gar nicht gerechnet.

In Dease Lake gab es ein paar Souveniershops und ein paar kleine Häuser. Ein wirklich großer Ort ist es also nicht. Das würde das Treffen mit dem Fahrer von Fraserway erleichtern. Da wir dieses Auto unbedingt vollgetankt abgeben wollten, fuhren wir auf die einzige Tankstelle, die gleichzeitig ein richtiger Truckstop mit Grill ist.

Als wir an die Tanksäule fahren, steht vor uns ein Truckcamper von Fraserway, eine junge Frau tankt ihn gerade auf. Sie lacht uns fröhlich an und begrüßt uns. Es stellt sich heraus, dass sie die Managerin von Fraserway Whitehorse ist, die uns den neuen Trucky bringt. Sie stellt sich als Denise vor. Denise besteht darauf, auch unsere Tankrechnung zu übernehmen und uns zum Mittagessen einzuladen.

Der Grill im Truckstop in Dease Lake bietet tatsächlich sehr leckeres Essen an. Wir entscheiden uns für Burger. Denise kommt aus der Schweiz; wir plaudern beim Essen wie alte Freunde. Danach bringen wir unsere Klamotten in den neuen Truck. Denise entschuldigt sich nochmals und erklärt, sie werde mit Fraserway in Vancouver Rücksprache halten, damit sie uns bei Abgabe des Trucky in Whitehorse bereits ein vernünftiges Entschädigungsangebot für unsere Unannehmlichkeiten machen kann. Die Mängel an dem Truck empfindet sie als absolut unakzeptabel und bedankt sich dafür, dass wir gar nicht schimpfen, sondern so entspannt mit der Situation umgehen.

Der neue Truck ist super in Ordnung. Alles findet wieder seinen Platz. Im Umräumen sind wir ja nun schon geübt. Gegen 14.00 Uhr setzen wir unsere Fahrt fort. Kurz hinter Dease Lake steht auch schon wieder der nächste Bär an der Straße. Wir machen unzählige Fotos und fahren dann weiter. Kurze Zeit später sehen wir einen Coyoten, dann einen Wolf, einen Fuchs, einen Seeotter und dann noch einen Bären. Mit so viel Wildlife haben wir gar nicht gerechnet. Hatten wir auf unseren vorherigen Reise bislag kaum Tiere gesehen, so wurden wir in diesem Urlaub reich entschädigt.

Das Wetter hatte sich inzwischen auch gebessert. Die Sonne kämpfte sich immer öfters durch die Wolken. Vielleicht konnten wir heute Abend ja mal wieder ein Feuerchen machen.

Gegen 17.00 Uhr erreichten wir unser heutiges Tagesziel am Boya Lake. Die Stellplätze liegen direkt am See, der wunderschön eingebettet zwischen Wald und Bergen liegt. Als wir auf den Platz kommen, trauen wir unseren Augen nicht. Die Ossis sind auch schon da. Wir mussten lachen. Abgesprochen hatten wir uns ja nicht und trotzdem treffen wir uns nun schon den dritten Abend in Folge. Und da war ja auch das junge Pärchen, Katharina und Chris, mit dem Kanu schon wieder! Ja, dann waren wir ja wieder vollzählig.

Das Wetter war nun wieder schön und Helmut machte erstmal Feuer. Alle waren draußen und wir tauschten unsere gegenseitigen Tageserlebnisse mit den Anderen aus. Dann beschlossen wir, den in Sqamish gekauften Gasgrill endlich einmal zusammen zu bauen. Dabei grillten wir Marshmellows mit Keks und Schokolade (S`mores), die Denise uns als Willkommensgruß geschenkt hatte. Katharina und Chris gesellten sich zu uns und halfen dabei, den Grill zusammen zu bauen und die S´mores zu vertilgen. Wir öffneten eine Flasche Wein für uns Mädels und die Männer tranken das eine oder andere Bier. Es wurde ein schöner Abend an diesem schönen See.

Da morgen das Wetter bestimmt wieder ganz toll sein würde, planten wir für den morgigen Tag einen Kanuausflug. Die Parkrangerin hatte zwei Kanus, die sie vermietete. Also bezahlten wir Ihr die 10 CAD für die Miete, so dass wir morgen dann selbst entscheiden konnten, wann wir loswollten.

Wir saßen noch lange am Feuer und gingen erst hinein, als es abends wirklich zu kalt zum draußen Sitzen war.

22.05.2016

Am nächsten Tag lacht die Sonne vom Himmel und es ist herrlich warm. Wir können draußen frühstücken. Wie schön! Alle sind bester Laune. Katharina und Chris kommen vorbei. Wir verabschieden uns. Sie wollen weiter in Richtung Kluane NP und dort ein paar Tage wandern. Ob wir sie nochmal wieder treffen?

Nach dem Frühstück packen wir alles zusammen und fahren unseren Trucky in den Bereich des kleinen Bootshauses, da wir von dort ja noch unsere Kanutour starten wollen.

Wir sind etwas aufgeregt. Kanu gefahren sind wir ja noch gar nicht. Helmut möchte natürlich seine Kameraausrüstung mitnehmen und ich nehme den Camcorder mit. Außerdem muss natürlich noch unser Rucksack mit unseren persönlichen Papieren und den Tickets mit. Wir wollen doch schöne Fotos oder vielleicht sogar ein kleines Video von unserer Kanutour machen.

Es gibt am Boya Lake eine kleine Boots-Slip-Anlage und einen Bootssteg. Ich schlage vor, die Slipanlage zu nehmen, um das Kanu zu Wasser zu lassen. Helmut meint aber, dass man viel besser vom Bootssteg aus einsteigen könne. Meine Einwände lässt er nicht gelten, so lassen wir das Kanu vom Bootssteg aus ins Wasser. Zuerst steige ich ins Kanu, dann gibt Helmut mir unsere Sachen. Alles gut! Ich setze mich, finde für unsere Sachen einen guten Platz. Es verspricht ein toller Tag zu werden. Nun muss nur noch Helmut einsteigen. Ich soll uns am Bootssteg festhalten, damit Helmut einsteigen kann. Er setzt seinen Fuß ins Kanu und es kommt wie es kommen muss.....das Kanu macht eine Rolle, ich lande im Wasser. Helmut fliegt ins Wasser. Der Kamerarucksack, die Camcordertasche, meine Fliesjacke und der Rucksack landen im Wasser. Alles ging so schnell. Geistesgegenwärtig halte ich das Boot fest, bevor es untergeht. Helmut rettet seine Fotosausrüstung und den Rucksack. Dann sehen wir zu, dass wir so schnell wie möglich aus dem Wasser kommen. Gleichzeitig registrieren wir kurz, dass das Wasser nicht so kalt ist, wie befürchtet. Die Camcordertasche schwimmt derweil auf den See hinaus, meine Fliesjacke geht langsam unter.

Wäschetrocknen nach dem unfreiwilligen Bad.

Was für ein Pech! Wir sind fassungslos. Ersteinmal packen wir alles aus um zu schauen, ob unsere Sachen Schaden genommen haben. Glück gehabt. Alles scheint zu funktionieren. Nun kommen auch die "Ossis" (nett gemeint) vorbei. Die hatten bei ihrem Spaziergang um den See unser Pech beobachten können. Da das Wasser gar nicht so kalt ist, beschließt Helmut noch einmal rein zu gehen, um unseren Camcorder zu retten. Er holt ihn aus dem Wasser, aber schon beim Auspacken sehen wir, dass er nicht mehr zu retten ist.

Wir müssen aus unseren nassen Klamotten raus. Helmut findet den ebenfalls durchnässten Autoschlüssel in seiner Hosentasche. Die Funkfernbedienung funktioniert nicht mehr. Also versucht Helmut, das Auto manuell aufzuschließen. Die Alarmanlage und die Wegfahrsperre des Fahrzeugs werden hierdurch aber aktiviert. Schei.. was nun? Die Ossis, allesamt Handwerker, sind ebenso ratlos wie wird. Durch die ausgelöste Alarmanlage kommt nun auch die Rangerin mit ihrem Mann dazu. Jeder versucht, uns zu helfen, aber nichts klappt. Das Auto springt nicht mehr an und die Alarmanlage tönt fröhlich vor sich hin. Die Stimmung ist etwas angespannt.....

Ich schlage vor, dass wir ersteinmal die nassen Klamotten ausziehen und dann überlegen, wie wir weiter vorgehen können. Es hilft ja niemanden, wenn wir uns noch eine Erkältung holen. Nachdem wir uns trocken gelegt haben, hänge ich die nassen Sachen zum Trocknen auf. Die Männer versuchen weiter, das Auto zum Laufen zu kriegen. Da keine der Maßnahmen greift, beschließe ich, bei Fraserway anzurufen. Es hilft ja nichts. Wir müssen hier ja irgendwie wegkommen.

Die Rangerin schlägt vor, in ihre Hütte zu fahren, da sie dort w-lan hat. Ich fahre also mit ihr zusammen auf einem Quad zu ihrer Hütte, die etwas weiter oben am Berg liegt. Ich bekomme sofort Anschluss bei Fraserway, die mir erklären, was zu tun ist. Die Lösung heißt Ersatzschlüssel. Mehr dürfen und möchten wir an dieser Stelle nicht verraten.

Wieder am Trucky angekommen, ist der Ersatzschlüssel schnell gefunden und das Auto kann wieder gestartet werden. Gott sei Dank!

Nun bemerkt die Rangerin, dass ja meine Jacke immer noch auf dem Grund des Sees liegt. Kurzerhand verbindet sie ein Paddel mit dem Stil einer Harke. Sie paddelt mit dem Kanu zu der Stelle, wo auf dem Grund meine Jacke zu sehen ist. Sie hangelt nach meiner Jacke, kriegt sie zu fassen und befördert sie nach oben. Jetzt muss ich sie nur noch trocknen und ich kann sie wieder tragen.

Wir verabschieden uns von der sehr netten Rangerin und ihrem Mann. Die Ossis hatten wir schon vorher verabschiedet, da die ja ihre Reise auch fortsetzen wollten. Nun konnten auch wir wieder weiterfahren. Unsere Sachen würden sicher schnell trocknen, so dass wir froh sein konnten, dass unser Missgeschick ohne größeren Schäden geblieben ist. Einzig unser Camcorder hatte es nicht geschafft. Schade um bereits bespielten aber noch nicht finalisierten CD`s.

Schließlich setzen wir unsere Fahrt fort. Unser heutiges Tagesziel ist Watson Lake. Wir fahren weiter auf dem Hwy. 37 und überqueren die Grenze zum Yukon Territorium. Natürlich halten wir bei dem schönen Schild an und machen Fotos. Der Schrecken über unser unfreiwilliges Bad ist vergessen, die Stimmung ist wieder gut.

In Watson Lake kommen wir gegen Nachmittag an. Es ist sehr staubig und sehr windig. Wir gehen kurz in den Supermarkt und ergänzen unsere Lebensmittel.

Natürlich besuchen wir den Schilderwald von Watson Lake und das sehr gute Informations Center. Wir nutzen dort das gute w-lan.

Gegen Abend fahren wir dann auf den "Baby Nugget RV Park" -  und wer steht da schon? Richtig, die Ossis. Alle winken uns freudig zu. Wir hatten uns ja nicht abgesprochen und die hatten wohl nicht damit gerechnet, uns heute noch einmal wieder zu sehen.

Der "Baby Nugget RV Park" ist ein großer privater Campingplatz mit sehr großzügigen Stellplätzen, die full hookup bieten. Alles ist sehr sauber, die Besitzer sind sehr nett und geben einem manchen Tipp für die Weiterfahrt. Für eine Übernachtung zahlten wir 38.75 CAD.

Es war ein ereignisreicher Tag gewesen. Wir wollten jetzt nur noch etwas leckeres Essen und die Planung für morgen machen. Es wurde mit unserem praktischen Grill gegrillt. Dann machten wir noch eine Runde über den Platz, bevor wir den Abend ausklingen ließen.

23.05.2015

Am nächsten Morgen strahlte wieder die Sonne vom Himmel und es war herrlich warm. Das war auch gut so. Wir hatten ja nur unsere Campingclocks zur Verfügung, weil unsere festen Schuhe von unserem gestrigen Badeabenteuer noch nass waren. Wir frühstückten in Ruhe und fuhren, nachdem wir noch ein paar Souveniers gekauft hatten, los.

Wir fuhren nun auf dem Alaska Hwy.. Kurz nachdem wir losgefahren waren, stoppte Helmut wieder. Er hatte zwei Elche, eine Mutter mit ihrem Jungen, erspäht. Beide standen in einem Wassertümpel, ca. 100 Meter entfernt. Helmut machte unzählige Fotos, ich genoss den Anblick durch das Fernglas. Toll, was hatten wir für ein Glück. Wir waren aus dem Häuschen. Die Elche verschwanden bald im Wald und wir setzen unsere Fahrt fort. Kurze Zeit später ein erneuter Stop. Am Straßenrand grasten eine Grizzlymama mit ihren zwei Jungen. Die Drei ließen sich durch uns nicht stören. Die Mama war ganz entspannt, so dass Helmut viele Fotos machen konnte. Natürlich hielten wir immer ausreichend Abstand zu den Tieren. Wir wollten sie in keinem Fall stören oder vertreiben. Natürlich sollte es auch für uns nicht gefährlich werden.

Unsere Fahrt ging weiter. Wir kamen nun zu den "Rancheria Falls". Hier wollten wir einen Spaziergang zu den Wasserfällen machen. Natürlich immer noch in unseren Camperclocks, weil unsere festen Schuhe ja immer noch nass waren. Das Wetter war super. Das Thermometer kletterte auf 26° Grad. Unsere nassen Schuhe stellten wir hinten auf den den Absatz unseres Truckys, dort konnten sie schön in der Sonne trocknen.

Der Weg zu dem Wasserfall war gut zu laufen. Es war sehr warm, es waren kaum Leute unterwegs, so dass Helmut in Ruhe seine Fotos machen konnte. Ich genoss die Ruhe und schaute mir die tolle Landschaft an.

Zurück am Trucky setzten wir unsere Fahrt fort. Nach ca. 15 Kilometern wurden wir plötzlich von einem Auto überholt. Die Leute in dem Auto hupten und gaben uns Zeichen. Was war los? Da fiel es uns ein....unsere Schuhe! Wir hatten vergessen, sie reinzustellen. Ich schaute nach...leider standen nur noch drei Schuhe auf der Ablage unseres Truckys. Einer von Helmut´s Schuhen fehlte. Oh Mann....wir mussten zurück. Vielleicht würden wir ihn ja noch wieder finden, sonst müsste Helmut den Rest des Urlaubes in Camperclocks verbringen. Also schnell gewendet und zurückgefahren.

Kurz vor den Rancheria Falls sahen wir dann seinen einzelnen Schuh in der Mitte der Fahrbahn liegen. Gott sei Dank! Oh nein....da kam ein riesiger Truck. Wenn der jetzt über den Schuh fährt, war´s das. Aber wir hatten Glück....der Truck nahm den Schuh genau in der Mitte, so dass er alles unbeschadet überstand. Schnell holte ich ihn rein und wir fuhren wieder los.

So....jetzt mussten wir aber mal etwas klären. Das sollte es jetzt mal mit Pech und Pannen gewesen sein. Bislang waren eigentlich alle unsere Reisen immer ohne großes Pech und Pannen von statten gegangen. Ab jetzt sollte auch diese Reise wieder normal weiter gehen. Mal sehen, ob uns das Glück jetzt wieder gewogen war.....

Weiter ging unsere Fahrt in Richtung Teslin. Am späten Nachmittag trafen wir dann im Teslin Lake Provincial Park ein. Und wer stand auch wieder da? Richtig! Die "Ossis". Wir mussten lachen. Obwohl wir uns nie absprachen, trafen wir immer wieder auf diese nette Truppe.

 

Schnell zündete Helmut das Lagerfeuer an. Ich bereitete das Abendessen vor. Es gab Steaks von unserem neuen Grill mit Kartoffelsalat. Außerdem kochte ich noch etwas Hackfleischsoße vor, damit wir etwas parat hatten, wenn es mal schnell gehen sollte.

 

 

 

24.05.2015

Gegen 7.00 Uhr standen wir schon auf, so dass wir sehr zeitig in Richtung Carcross aufbrachen. Das Wetter war wieder super. Die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Und wieder sahen wir einen Bären am Straßenrand, der sich durch uns aber nicht stören ließ. Er muffelte genüsslich das frische Gras und Helmut macht in Ruhe seine Fotos.

 

Nach kurzer Zeit erreichten wir den Emerald Lake. Was für ein wunderschöner See. Er schillerte von tiefblau bis hell-türkis. Helmut machte einige Fotos; wir genossen die herrliche Aussicht.

 

Wir befuhren nun den Klondike Hwy. bis zum Kookatsoon Lake und legten dort eine Mittagspause ein. An diesem See befanden sich viele Familien mit Kindern und Hunden, so dass am Strand reges Treiben herrschte.

 

Nach der Mittagspause fuhren wir zurück in Richtung Carcross. Nicht weit vom Emerald Lake und der Carcross Desert entfernt liegt die Carcross Trading Post, eine Mischung zwischen National Historic Site, Restaurant, Steichelzoo und Husky-Farm.

 

Wir hatten Glück, denn es waren gerade kleine Husky Welpen vor Ort. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, mit den kleinen Rackern zu schmusen. Sie sind so süss.

Unsere Fahrt ging weiter nach Carcross. Carcross hat ein sehr gutes Visitor Center, wo man ausführliche Informationen über die Region und ihre Sehenswürdigkeiten bekommen kann. Außerdem gibt es dort ein hervorragendes Wi-Fi. Wir schlendern durch den Ort, genehmigen uns ein leckeres Eis und Helmut macht natürlich eine Menge Fotos von diesem netten kleinen Ort.

 

Unsere Fahrt geht dann weiter in Richtung Skagway/Alaska. Wir überqueren wieder die Grenze nach British Columbia. Die Landschaft ist einfach wunderschön. Wir halten sehr oft zum Fotografieren an. Wir sind umgeben von tiefblauen Seen, schneebedeckten Bergen und grünen Wäldern. Eine Landschaft, wie aus dem Bilderbuch.

 

Die Straße schraubt sich immer höher in die Berge. Bald wird die Landschaft schroffer. An den Straßenrändern liegt noch Schnee. Es ist traumhaft. Plötzlich stehen wir vor dem Schild „Welcome to Alaska“. Natürlich legen wir wieder einen Fotostop ein. Hier oben ist es allerdings deutlich kälter, außerdem weht ein scharfer Wind. Trotzdem nehmen wir uns die Zeit für den ausgiebigen Fotostop.

Kurz darauf erreichen wir die Grenze nach Alaska. Der Grenzbeamte ist sehr nett und scherzt mit uns bei den Einreiseformalitäten. Wir bezahlen pro Person 6 $ und schon geht unsere Reise, jetzt auf amerikanischem Boden, weiter. Automatisch kommen wir nach Skagway. Der Ort ist klein und es sind kaum Menschen unterwegs, obwohl doch so schönes Wetter herrscht.

 

Unseren Trucky stellen wir auf dem RV-Park am Hafen ab. Der Platz kostet 40 $ für eine Nacht. Ein stolzer Preis, aber die Lage ist sehr zentral am Historic Center. Wir richten uns ein und machen dann erstmal eine Runde über den Platz. Und wer steht schon da? Die "Ossis"! Wir werden mit fröhlichem Hallo begrüßt und halten einen kurzen Plausch.

 

Danach gehen wir in die Stadt. Heute wollen wir mal wieder Essen gehen. Die Sonne strahlt weiterhin, wenngleich es langsam Abend wird. Alles ist in wunderschönes goldenes Licht getaucht. Zum Fotografieren natürlich sehr schön. Und wir sind fast allein unterwegs. Uns begegnen kaum Menschen und wir können uns alles in Ruhe anschauen.

 

Unser Abendessen nehmen wir in der Skagway Brewery ein. Es gibt Burger, die wirklich sehr lecker sind. Der Laden ist wirklich sehr gut besucht. Die Musik ist super und so genießen wir die nette Atmosphäre.

25.05.2015
Gegen 7.00 Uhr werden wir wach. Es ist höllisch laut draußen, was ist los? Man hört Motorengeräusche, plappernde Menschen, Lautsprecherdurchsagen….Langsam krabbeln wir aus dem Bett und schauen aus dem Fenster. Oh Gott…
Heute Morgen ist alles anders. Gestern Abend war Skagway ein beschaulicher kleiner Ort, mit leeren Straßen und heute Morgen? Es wimmelte von Menschen. Im Hafen hatten vier große Kreuzfahrtschiffe angelegt, die tausende von Menschen ausgespuckt hatten. Diese marschierten jetzt an unserem RV-Park vorbei, laut schnatternd und lachend. Die White Pass Bahn war schon gut gefüllt und wartete darauf, dass die letzten Passagiere einstiegen und die Fahrt losgehen konnte.
Na gut…an Schlaf war nicht mehr zu denken, also machten wir uns fertig und frühstückten. Nach dem Dumpen fuhren wir zum Fährterminal, von wo die Fähre nach Haines abfährt. Und wer stand ebenfalls auf dem Fährterminal? Richtig….die Ossis! Wie es aussah, wollten sie die selbe Fähre nehmen wie wir. Wir mussten lachen.
Die Fähre sollte erst gegen 17.00 Uhr abfahren, so dass wir uns noch den ganzen Tag in Skagway herumtreiben konnten. Wir machten also eine ausgiebige Shopping-Tour. Es mussten einige Souveniers und Geschenke für unsere Liebe daheim gekauft werden. Natürlich fand auch das eine oder andere T-Shirt und die von Helmut geliebten Caps den Weg in unsere Einkaufstaschen. Ein besonderes Andenken für mein Pandora-Armband wurde auch noch gefunden (Anhänger mit Walfluke).
So verging die Zeit wie im Fluge. Gegen 15.00 Uhr schlenderten wir wieder an den Hafen. Langsam kehrten auch die Kreuzfahrer zu ihren Schiffen zurück, so dass es in der Stadt etwas ruhiger wurde. Das Mittagessen nahmen wir direkt am Hafen in einem sehr netten Fisch-Restaurant ein. Es gab mal wieder Fish & Chips vom Heilbuttt. Sehr lecker!

Nun war es Zeit, zum Trucky zurück zu schlendern. Hinter uns hatte sich mittlerweile eine Schlange von Fahrzeugen gebildet, die nun alle darauf warteten, in den Schiffsbauch einzufahren. Es ging los! Helmut rangierte unseren Trucky auf das Parkdeck der Fähre. Wir nahmen unsere warmen Jacken mit an Deck und beobachteten das Ablegen der Fähre. Die Ossis hatten sich auch zu uns gesellt.
Die Fähre legte ab und wir genossen die schöne Fahrt bei dem Traumwetter. Die Sonne strahlte vom Himmel, trotzdem war es durch den Fahrtwind recht kalt. Nur gut, dass wir die warmen Jacken mit Kapuzen dabei hatten. Ich blieb die ganze Zeit an Deck und bewunderte die traumhafte Landschaft, das blaue Meer, die schneebedeckten Berge und den wolkenlosen Himmel. Ein traumhaftes Panorama. Helmut war es etwas zu windig. Er ging mit den Ossis hinein. Einmal sah ich dann sogar eine Walflucke. Ein tolles Erlebnis! Viel zu schnell ging diese wunderschöne Fährfahrt vorüber. Ich konnte mich an der traumhaften Landschaft nicht sattsehen. Diese Fährfahrt kann ich wirklich nur jedem empfehlen.

In Haines (Alaska) angekommen, machten wir uns gleich auf die Suche nach dem Campground. Es sollte der Chilkat CG sein. Diesmal fahren wir hinter den Ossis her. Der Campground kostet 6 $ die Nacht. Blöd ist nur, dass wir keine US-Dollars haben. In Skagway hatten wir alles mit Kreditkarte gezahlt, amerikanische Münzen hatten wir nicht. Auf dem Campground kamen wir mit einem amerikanischen Pärchen ins Gespräch, das uns freundlicherweise unser kanadisches Geld in US-Dollars tauschte, weil die Beiden auf dem Weg nach Kanada waren. So konnten wir unsere 6 $ in den Briefumschlag stecken und an der Selfregistration einwerfen.
Mittlerweile war es sehr spät geworden. Ein Lagerfeuer lohnte nun nicht mehr. Ich kochte uns schnell ein paar Nudeln und taute die eingefrorene Hacksoße auf. Nach dem Essen machten wir dann noch einen kleinen Spaziergang über den Campground, den ich persönlich etwas schaurig fand. Es dämmerte ja bereits und wir waren im Bärengebiet. Man weiß ja nie….. Glücklicherweise passierte aber nichts und wir kamen wohlbehalten wieder an unserem Trucky an. Den Rest des Abends verbrauchten wir mit Lesen und schreiben des Reiseberichts. Helmut sichtete schon mal die Fotoausbeute des Tages.


26.05.2016
Nach dem Aufstehen und Frühstücken machten wir uns auf den Weg. Die Ossis hatten sich schon verabschiedet. Sicherlich würden wir sie in Haines wiedersehen. Unser erster Weg führte uns in Visitor Center. Dort gab es neben dem sehr guten WiFi wieder allerhand an Informationen.
Haines ist ein hübscher kleiner Ort, der ebenfalls vom Kreuzfahrttourismus lebt. Es gibt viele kleine Souvenierläden, in denen man auch Goldnuggets, die in den umliegenden Claimes gefunden wurden, kaufen kann.
Das Wetter war wieder traumhaft schön und so schlenderten wir von Shop zu Shop. Dabei ergab sich auch der eine oder andre Smaltalk mit den Verkäufern bzw. Eigentümern der Shops. So erfuhren wir, dass in Haines der Großvater des aus dem Fernsehen bekannten Goldsuchers Parker Schnabel wohnt. Jeder, der die Sendung „Goldrausch in Alaska“ im Fernsehen verfolgt, kennt den jungen Parker und seinen 91- jährigen Großvater. Langsam schlenderten wir weiter und kamen an die Police-Station von Haines. Helmut hatte natürlich seine Patches (Landesabzeichen) dabei und so gingen wir hinein, um ein Patch zu tauschen. Das ist sehr beliebt bei Polizisten. So hat Helmut eine beachtliche Sammlung ausländischer Patches in seinem Büro hängen. Auch in der Polizeistation Haines war dieses Patchtauschen offenbar sehr beliebt. Es hingen unzählige Patches aus der ganzen Welt, dabei sehr viele aus allen Teilen Deutschlands, an der Wand der Wache. Die freundliche Dame am Counter war dann auch sehr erfreut, mit Helmut ein Patch zu tauschen. Ein Patch aus Schleswig-Holstein hatten sie offenbar noch nicht. Helmut erhielt dann natürlich auch sein Patch, das einen besonderen Platz in seinem Büro bekommen würde. Helmut machte dann noch einige Fotos und wir machten uns langsam wieder auf den Weg zu unserem Trucky. Nun mussten wir noch in den Supermarkt und unsere Vorräte auffüllen. Das war schnell erledigt und wir setzen unsere Reise fort.
 

Wir kamen am Alaska Chilkat Bald Eagle Preserve vorbei, wo insbesondere im Herbst und Winter hunderte von Weißkopfseeadlern zu beobachten sind. Leider war jetzt kein einziger Seeadler dort zu sehen. Wir entdeckten aber eine Elch-Mama mit zwei kleinen Babys, die sehr versteckt hinter Bäumen aufgeregt auf ihre Kleinen aufpasste. Der Chilkat-River war durch das Schmelzwasser recht angeschwollen und die Kleinen würden in den Fluten mitgerissen werden, wenn sie hineingerieten. Helmut versuchte, Bilder von der Elch-Mama und den Kleinen zu machen, was aber sehr schwer war, weil sie doch sehr hinter den Bäumen versteckt waren.

In unserer Karte war in der Nähe der Mosquito-Campground eingezeichnet. Also machten wir uns auf den Weg. Dieser Campground liegt abseits des Haines Hwy., versteckt im Wald. Er war nicht so leicht zu finden, weil er nicht gut ausgeschildert ist. Es ist auch nur ein einfacher Campground ohne Versorgung und mit nur wenigen Stellplätzen am Mosquito-Lake. Endlich fanden wir den Campground. Der Weg führte steil bergab zum See hinunter. Helmut wollte erst gar nicht herunterfahren, weil alles nicht so vertrauenswürdig wirkte. Aber zum Weiterfahren hatte er auch keine Lust mehr. Also ruckelten wir auf dem schlechten Weg herunter zum Campground. Und wer stand da? Richtig…die Ossis! Sie begrüßten uns lachend! Was für ein Zufall, dass wir auf diesem abgelegenen Campground wieder auf einander trafen.


Es war ein wirklich kleiner Campground der wohl nur 10 oder max. 12 Plätze hat. Er liegt herrlich ruhig direkt am See und ist kostenfrei. Dafür bietet er aber auch keinerlei Service, außer die üblichen Picknick-Bänke und die obligatorische Feuerstelle. Wir richteten uns ein und genossen die Ruhe am See.

 

Es kamen noch zwei weitere Camper auf den Platz. Ein deutsches Pärchen mit einem Trucky und ein Paar aus England, das mit einem Campervan unterwegs war.


Plötzlich machte sich eine gewisse Unruhe breit. An dem Fahrzeug des englischen Pärchens standen alle ratlos herum. Mal sehen, was da los ist. Oh, so ein Pech. Die beiden hatten sich aus ihrem Fahrzeug ausgeschlossen. Alle Türen und Fenster waren geschlossen und der Schlüssel steckte innen. Was nun? Gott sei Dank hatten die Ossis die Lösung und vor allem das nötige Werkzeug. Schnell waren die richtigen Utensilien herausgesucht und zurechtgebogen. Sie machten sich dann mit vereinten Kräften und guten Ratschlägen der Umstehenden an die Arbeit. In kürzester Zeit war das Auto wieder geöffnet und das englische Pärchen überglücklich und erleichtert. Ja, was so ein richtiger Handwerker ist, für den ist eine geschlossene Autotür kein großes Hindernis.

Wir plauderten dann noch eine Weile alle zusammen, bis dann jeder zu seinem Fahrzeug ging.
Das Wetter veränderte sich, leichter Regen hatte eingesetzt. Wir verbrachten den Abend mit lesen und Reisebericht schreiben.

27.05.2016
Am nächsten Morgen ließen wir uns Zeit. Wir frühstückten in Ruhe und winkten den Ossis zum Abschied zu, die schon wieder früh am Start waren. Unser heutiges Tagesziel sollte Haines Junction sein.
Das Wetter war nicht so richtig schlecht, aber auch nicht so gut, wie die letzten Wochen. Es war bewölkt und ab und zu regnete es leicht. Wir machten uns in Ruhe auf den Weg. Auf dem Haines Road Hwy. angekommen, bogen wir in Richtung Norden ab. Die Fahrt ging entlang des Chilkat Rivers in Richtung kanadischer Grenze. An einem Rastplatz sahen wir die Ossis. Kurz entschlossen hielten wir an, weil dies die beste Gelegenheit für ein Abschieds-Gruppenfoto war. Wer weiß, ob wir diese nette Truppe vor Whitehorse nochmal wieder sehen. Dass sie in dem selben Flieger wie wir sitzen, hatten wir zwischenzeitlich schon in Erfahrung gebracht.
Wir stellten uns also alle in Position und Helmut machte ein paar schöne Gruppenfotos.

Wir verabschiedeten uns und fuhren weiter. Die Ossis wollten noch eine ausgiebige Mittagspause einlegen. Wir sind keine Freunde davon, solche Fahrten in einem Konvoi zu machen. Da wir auf unseren Reisen meistens keine Campgrounds vorplanen, sondern uns immer vor Ort spontan entscheiden, auf welchem Platz wir stehen, wollten wir diesbezüglich auch keine Verabredungen treffen. Vielleicht trifft man sich, vielleicht auch nicht.
Nach nur wenigen Kilometern erreichten wir die Grenze zu Kanada. Es gab keine Probleme beim Grenzübertritt. Gleich hinter der Grenze wartete wieder ein eiliges Bärchen am Straßenrand. Es war ein Schwarzbär, der aber schnell seiner Wege ging.
Die Straße führte bergauf, überall lag noch Schnee und es war recht kalt. Die vielen kleinen Seen waren noch gefroren. Hier oben hatte sich der Frühling noch nicht durchgesetzt. Es waren unzählige Squirrels unterwegs, denen diese eisige Landschaft offenbar nichts ausmachte. Hier oben gab es keine Bäume mehr. Es erinnerte uns ein wenig an ein norwegische Fjell.

Wegen des kalten und ungemütlichen Wetters hatten wir keine Lust auf längere Stopps. Alles war grau und nieselig, dazu wehte ein kalter Wind. Kein Wetter, um draußen herumzulaufen. So fuhren wir weiter, bis die Straße langsam wieder abwärts führte. Nun besserte sich das Wetter wieder. Auch die Landschaft veränderte sich. Rechts und links der Straße erstreckten sich wieder die schon gewohnten riesigen Wälder und von weitem waren die imposanten Berggipfel des Kluane Nationalparks zu sehen. Ein großartiges Panorama!
Die Straße führte uns geradewegs nach Haines Junction. Dieser Ort gefiel uns auf Anhieb. Er war klein, aber nicht dörflich. Es gab keine Touri-Läden sondern normale kleine Stores, wo man alles bekam, was man zum Leben brauchte. Es war mittlerweile Nachmittag und wir verspürten etwas Hunger. An der Hauptkreuzung des Ortes prankte ein kleines Schild: Bakery! Genau richtig für uns. Das nette Kaffee war schnell gefunden. Es hatte eine tolle Terrasse. Die Sonne strahlte wieder vom Himmel, so dass wir hier erst einmal eine ausgiebige Pause einlegten. Wir aßen eine Tagessuppe, schwatzten mit den Tischnachbarn und genossen das süße Nichtstun. Das Kaffee hatte ausgezeichnetes kostenloses WiFi, so dass wir sogar mit Zuhause chatten und Emails abrufen konnten.

Gestärkt und ausgeruht machten wir uns auf den Weg zur Touristen-Info, diese war aber schon geschlossen. Also fuhren wir weiter zum RV-Park. Wir mussten dingend unser Abwasser entsorgen, was nur auf dem RV-Park im Ort möglich war. Wir zahlten 5 $ für Entsorgung und Frischwasser. Auf dem Platz bleiben wollten wir nicht, er war schrecklich. Auf der Straßenkarte befand sich ein Campingzeichen, etwa 4 km außerhalb von Haines Junction. Den Platz wollten wir uns einmal anschauen. Wir tankten noch schnell voll und kauften an dem angeschlossenen Lebensmittelstore noch ein paar Dinge ein. Dann ging es los.
Wir fuhren auf dem Alaska Hwy. in Richtung Whitehorse. Ca. 1 Kilometer hinter dem Ortsausgang saß dann ein riesiger Grizzly Bär direkt an der Straße auf dem Grünstreifen und rupfte den frischen Löwenzahn ab. Er lies sich durch uns überhaupt nicht stören. Helmut machte unzählige Fotos von diesem stattlichen Exemplar. Ein tolles Erlebnis. Wir konnten unser Glück kaum fassen. So viele Tiere hatten wir auf dieser Reise gesehen und jetzt noch diesen wunderbaren Grizzly - und so nah. Natürlich stiegen wir nicht aus. Wir wollten den Bären nicht stören und wollten von ihm auch nicht angegriffen werden. So blieben wir in unserem Fahrzeug sitzen und genossen den Anblick in aller Ruhe. Nach unzähligen Fotos setzten wir unsere Reise fort.

Nur 2 km weiter ging links der Abzweig zum Pine Lake CG ab. Ein wunderbarer Platz in herrlicher Lage. Er kostet 12 $, die man wieder an der Selfregistration in einem Umschlag deponierte.
Wir richteten uns ein und machten noch einen kleinen Spaziergang über den Platz und an den See. Etwas mulmig war uns schon. Wenn nur 2 km entfernt ein Grizzly am Straßenrand sitzt, war es ja auch möglich, dass hier einer herumläuft. Wir redeten laut und machten allgemeinen Lärm, um einem eventuell vorhandenen Bären rechtzeitig mitzuteilen, dass wir hier unterwegs sind. Gott sei Dank zeigte sich aber kein weiterer Bär. Der Pine Lake lag still und verlassen dort. Im Sommer war hier sicher etwas mehr Betrieb, wie der Sandstrand und der kleine Spielplatz am Strand vermuten ließen. Jetzt waren wir hier ganz alleine und auch auf dem Campground waren nur einzelne Campsites besetzt.
Wieder am Trucky angekommen, zündete Helmut das Lagerfeuer an. Wir grillten Steaks, dazu gab es Salat und Brot. Ein paar Plätze weiter entdeckten wir das englische Pärchen vom Mosquito Lake CG. Wir luden die Beiden auf ein Bier ein. So wurde es ein unterhaltsamer Abend am Lagerfeuer. Die Beiden waren wirklich nett. Zum Reiseberichtschreiben kamen wir an diesem Abend nicht.

28.05.2016
Am nächsten Morgen strahlte wieder die Sonne vom Himmel. Es war herrlich, wenngleich es doch noch zu kühl war, um draußen zu frühstücken.
Heute wollten wir die nähere Umgebung etwas erkunden. Wir starteten mit einem Spaziergang zum Pine Lake. Die Berge wurden bereits von der Sonne angestrahlt und spiegelten sich im ruhigen See. Es war wunderschön.
Wir beschlossen, nochmals nach Haines Junction zu fahren. Wieder kamen wieder an der Stelle vorbei, an der gestern Abend der Grizzlybär gegrast hatte. Und wir konnten es kaum glauben, der Grizzly war schon wieder da. Er zupfte genüßlich das frische Gras und den Löwenzahn ab. Helmut vertrat die Theorie, dass das bestimmt der Touristenbär der Gemeinde ist und dort angeleint war….(kleiner Scherz). Nach dem einen oder anderen Foto fuhren wir dann aber weiter zur Touristeninformation.
Diese Touristeninformation wird von den First Nations verwaltet und geführt und ist wirklich sehenswert. Es gibt ein Museum sowie Diavorträge und sehr freundliche Mitarbeiter, die einem alles erklären. Diese ganz neue und sehr große Touristeninformation sollte man in jedem Fall besuchen.
Vor dort aus fuhren wir zum wunderschönen Kathleen Lake. Bis auf eine Familie mit einem kleinen Kind waren wir die einzigen Besucher dort. Wir machten einen Spaziergang entlang des Sees. Es gibt einen Bordwalk mit Lehrpfad, der wirklich hübsch angelegt ist und Informationen über die dortige Fauna und Flora bietet. Wir genossen die Sonne und die Ruhe und Helmut machte natürlich seine Fotos.

Vom Kathleen Lake aus fuhren wir wieder zurück nach Haines Junction. Mittlerweile war es früher Nachmittag. Wir wollten wieder in der Bakery etwas essen und das WLan nutzen. Wir aßen draußen in der Sonne, es war schon fast zu heiß. Die Sonne brannte ganz schön.
Nach dieser Stärkung beschlossen wir, zum Kluane Lake zu fahren. Auf der Fahrt dorthin begegnete uns doch tatsächlich ein Wolf, der die Straße überquerte - für ein Foto zu überraschend. Kurz vor dem Kluane Lake dann noch ein Grizzly Bär, der aber auch schnell im Wald verschwand.
Der Kluane Lake lag sehr schön in der Sonne. Mittlerweile waren weiße Wölkchen aufgezogen, die einen wunderbaren Kontrast zum blauen Himmel boten. Wieder machten wir unzählige Fotos. Es waren kaum Touristen unterwegs, was wir als äußerst angenehm empfanden.

Gegen Abend fuhren wir wieder zurück zum Pine Lake. Dieser schöne Campground hatte uns gut gefallen, so dass wir eine weitere Nacht dort stehen wollten. Der Grizzly war immer noch in etwa an der gleichen Stelle wie heute morgen. Komisch, der Platz schien ihm besonders gut zu gefallen.
Als wir auf den Campground fuhren, trauten wir unseren Augen nicht. Die Ossis! Sie begrüßten uns mit fröhlichem Hallo. Wir fragten, ob sie den Grizzly denn auch gesehen hätten. Nein, hatten sie nicht. Überhaupt hatten sie insgesamt nicht so viele Tiere gesehen, wie wir. Ob es daran lag, dass sie mit fünf Fahrzeugen unterwegs waren? Viele Tiere fühlen sich ja auch gestört, wenn ein Fahrzeug kommt, so dass bestenfalls noch das erste Auto das Tier sieht, die nachfolgenden Fahrzeuge aber leider Pech haben, weil das Tier schon im Wald verschwunden ist.

Wieder machten wir ein Lagerfeuer und grillten. Wir saßen noch lange draußen und beobachteten die possierlichen Squirrels, die in scheinbar genau auf unserer Campsite in dem Baum wohnten. So ließen wir den Abend ausklingen.

29.05.2016
Unsere Reise neigte sich nun langsam dem Ende zu. Heute machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Whitehorse. Unterwegs schauten wir uns noch den Campground am Thakini-River an. Er lag sehr abgelegen, nur eine 23 km lange Gravelroad führte dorthin. Außer einem Angler waren keine weiteren Gäste dort. Dieser Platz war uns dann doch nicht so ganz sympathisch. Also wieder zurück zum Alaska Hwy..
Plötzlich lief ein Schwarzbär auf die Gravelroad. Er lief vor unserem Auto her, so dass ich sogar ein kleines Video machen konnte. Das war nun Bär Nr. 21. Wir hatten wirklich Glück.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Whitehorse an. Es war dringend Zeit für Tim Hortens…Direkt an der Hauptstraße fanden wir dann auch einen. Es gab leckeren Kaffee und Honeycrullers. Danach schlenderten wir noch die Hauptstraße von Whitehorse rauf und runter. Es war sehr warm, fast schon hochsommerlich - und das im Mai.
Anschließend fuhren wir zum Miles Canyon. Hier fließt der Yukon durch einen engen Canyon, der an dieser Stelle von einer Brücke überspannt wird. Dort genossen wir die tolle Aussicht und das wunderbare Wetter.
Gegen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu unserem Campground. Wir wollten die letzte Nacht auf den Thakini Hotsprings CG. Dieser Campground liegt etwa 30 Kilometer außerhalb von Whitehorse. Er ist sehr schön angelegt und man kann zu Fuß die Hotsprings erreichen, um zu baden. Wir bekamen eine schöne Campsite mit Strom und der obligatorischen Feuerstelle. Feuerholz kann man für kleines Geld auf dem Campground erwerben.
Da sich unser Urlaub dem Ende zuneigte, fingen wir schon langsam an, unsere Sachen einzupacken und den Trucki sauber zu machen. Kurze Zeit später trafen wir dann Olli, den wir ja zuletzt in Vancouver gesehen hatten. Olli hatte eine Campsite gegenüber von unserer. Wir beschlossen, zum Abendessen nochmals nach Whitehorse zu fahren. Da die beiden Männer ein oder zwei Bierchen trinken wollten, wurde ich kurzerhand zum Chauffeur befördert. Also ging die Reise los.
Das Abendessen nahmen wir dann im Klondike Rip & Salmon ein. Ein wirklich sehr gutes Restaurant, direkt an der Hauptstraße. Wir aßen gegrillte Rippen und gegrillten Lachs. So lecker hatten wir wirklich lange nicht mehr gegessen. Es wunderte uns nicht, dass dieses Restaurant ein Tipp in jedem Reiseführer ist und auch dementsprechend gut besucht war. Nach dem Essen machten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang durch Whitehorse, entlang des Yukon Rivers. Und wen trafen wir? Richtig! Die Ossis. Mittlerweile hatten diese aber Ihre Wohnmobile bereits bei Fraserway abgegeben, um die letzten zwei Nächte im Hotel zu übernachten.
Wir besuchten noch den alten Schaufelraddampfer, die SS Klondike, die als Wahrzeichen der Stadt gilt und übten danach das Stehen auf einem nachgebildeten Hundeschlitten am Start/Ziel-Punkt des Yukon Quest. Nach der kleinen Stadtbesichtigung fuhr ich „meine“ Jungs dann wieder sicher nach Hause auf unseren Campground. Es wurde noch ein Feuerchen gemacht und dabei die Restbestände Bier ausgetrunken.
Es war mittlerweile spät geworden. Wir Drei wollten morgen nochmals nach Whitehorse, um etwas zu shoppen. Außerdem mussten wir noch den Trucki reinigen und Koffer packen. Gegen 2.00 Uhr sagten wir Gute Nacht. So spät waren wir lange nicht mehr zu Bett gegangen. Wir hatten gar nicht bemerkt, dass es so spät geworden war. Da es ja auch nicht mehr dunkel wurde, hatte man kein richtiges Zeitgefühl. Das kannten wir ja bereits aus unseren Urlauben in Norwegen.

30.05.2015

Am nächsten Morgen wachten wir früh auf. Wir frühstückten und fingen an, alles für die Abgabe unseres Truckis vorzubereiten. Als endlich alles sauber und der letzte Koffer verschlossen war, fuhren wir nach Whitehorse. Wir nahmen noch einen kurzen Snack bei Timi´s, um danach gleich zu Fraserway zu fahren.
Die Fahrzeugrückgabe war unproblematisch. Denise, Chefin von Fraserway in Whitehorse, nahm unser Fahrzeug persönlich zurück. Es gab keine Mängel. Nun musste nur noch abgerechnet werden. Es wurden die Kilometer berechnet, die wir mehr gefahren waren, als das Kilometerpaket beinhaltet hatte. Denise legte uns danach ein Angebot von Fraserway über fast 700,00 CAD vor - als Entschädigung für entgangene Urlaubsfreuden. Das fanden wir mehr als anständig. Sicherlich war die Sache mit dem Kühlschrank im ersten Fahrzeug und die defekte Toilette im zweiten Fahrzeug sehr ärgerlich und unangenehm, andererseits zeigte sich Fraserway nun wirklich großzügig erkenntlich. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Denise von Fraserway/Whitehorse.
Obwohl unserer Rückflug mit Condor erst abends startete, wurden wir am frühen Nachmittag zum Flughafen gefahren. Und wen trafen wir dort wieder? Na klar, die Ossis. Auch sie warteten bereits in der Eingangshalle. Allerdings hatten wir nun noch mehrere Stunden Zeit, bis es losgehen sollte.
Wir gingen mit Olli ins Flughafenrestaurant, genossen ein paar Yukon Red und ein sehr spätes Mittagessen. Danach checkten wir ein und gegen Abend hob dann die Maschine in Richtung Frankfurt ab. Wir hatten wieder wunderbare Plätze, einen sehr guten Service und einen ruhigen Flug. Die Maschine war nur halb voll, so dass einige sich über die gesamten Sitzreihen sogar hinlegen konnten (....nicht wahr, Olli).
 

Fraserway in Whitehorse

Nach 9 Stunden Flug landeten wir in Frankfurt. Nachdem wir unser Gepäck hatten, machten wir uns auf die Suche nach unserem Bahnsteig. Nun mussten wir ja noch mit der Bahn nach Hamburg. Die Bahn kam pünktlich, war aber sehr voll, so dass wir knapp einen Sitzplatz bekamen. Nach 4 Stunden nerviger Bahnfahrt (machen wir nie wieder) kamen wir dann am Hamburger Hauptbahnhof an, von wo aus wir mit dem Taxi nach Hause fuhren.

 

Fazit:

Diese Reise war eigentlich die erste Reise für uns, auf der nicht alles glatt lief. Wir hatten leider etwas Ärger mit zwei Trucki´s, was natürlich die Urlaubsfreude beeinträchtigte. Andererseits wurden wir von Fraserway dafür auch großzügig entschädigt.

Der Preis für diese Reise war vergleichsweise niedrig. Für 3 Wochen Truckcamper inklusive der Flüge in der Premium Economyclass haben wir € 3.200,00 bezahlt. Allerdings handelte es sich um eine sogenannte Überführungsfahrt. Man muss sich dabei bewusst sein, dass man auf so einer Tour auch durch Gegenden fährt, die einem keine touristischen Highlights bieten. Teilweise waren die Landstriche, durch die wir gefahren sind, recht trostlos. Durch die beiden Abstecher nach Alaska wurden wir allerdings, was die Schönheit der dortigen Landschaft betrifft, reichlich entschädigt.

Der Yukon ist ganz anders als BC oder Alberta. Wer also die grandiose Schönheit der Rockys sucht, kommt sicher nicht auf seine Kosten. Manchmal fuhren wir tagelang durch Waldgebiete, die nicht sehr viele landschaftliche Highlights boten.

Die Reisezeit im Mai war super. Zu keiner anderen Zeit hat man die Chance, so viele Tiere zu sehen. Die Tiere kommen zu dieser frühen Jahreszeit an die Straßenränder, um das frische Grün zu fressen. Andererseits wird man aber auch im Mai schon von Mücken belästigt, wenn es, wie in diesem Jahr, sehr früh ungewöhnlich warm ist.

Wir hatten tagsüber teilweise schon hochsommerliche Temperaturen.

Uns hat die Reise mit dem Truckcamper von der Sache her sehr gut gefallen. Für zwei Personen ist darin genügend Platz.

Die Abende am Lagerfeuer waren wieder toll - was hatten wir das vermisst!

Wir sind uns aber nicht sicher, ob wir noch einmal in den Yukon fahren. Mehr reizen würde uns wahrscheinlich Alaska. Nun...wir werden sehen und berichten..........

 

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